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Rommerskirchen: Eckumerin singt mit Frauenchor Cantella

Rommerskirchen : Eckumerin singt mit Frauenchor Cantella

Renate Schäkel singt im Frauenchor Cantella, der jetzt seine erste Weihnachts-CD veröffentlicht hat.

Die Musik ist Renate Schäkels große Leidenschaft. Wie lange sie bereits singt, vermag die 43-Jährige auf Anhieb gar nicht zu sagen: "Ich würde sagen, dass ich schon pränatal damit begonnen habe", erzählt die Eckumerin, die ein ausgeprägtes Faible für den klassischen Gesang hat und von Beruf Musiktherapeutin ist.

Pünktlich zur Adventszeit ist eine CD mit Weihnachtsliedern erschienen, auf der auch Renate Schäkel mitsingt. Seit drei Jahren nämlich ist sie im Frauenchor Cantella aktiv. Der probt zwar in Mönchengladbach, doch die Sängerinnen kommen aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus den Niederlanden.

"Wir sind kein Projektchor, treffen uns aber an etwa zehn Wochenenden im Jahr um zu proben, da die Mitsängerinnen aus ganz Deutschland anreisen. Von Durmersheim bis Kiel und von Enschede bis ins Sauerland ist alles vertreten", sagt Renate Schäkel.

Aufgenommen wurde die CD "Wie schön leuchtet der Morgenstern" in der Reuschenberger St. Elisabeth-Kirche – und zwar bereits im September. Zu dieser doch recht frühen Jahreszeit Weihnachtslieder zu singen, war für Renate Schäkel eigentlich kein Problem. "Als wir im Juli bei 30 Grad dort gesungen haben, war es schlimmer", sagt sie. Wobei sie vor allem von der "hervorragenden Akustik" der Kirche angetan ist.

Auf den Chor hatte sie vor mehr als drei Jahren ihr Mann Henning aufmerksam gemacht, der Cantella bei einem Chorwettbewerb im irischen Cork gehört hatte. Cantella gibt es seit 1994. Einer der Schwerpunkte des Chors ist Musik aus Skandinavien ist – nicht zufällig, denn dort habe reine Frauenchöre eine lange Tradition.

"Ich hatte noch nie in einem Frauenchor gesungen und konnte mir auch nicht so recht etwas darunter vorstellen", sagt sie. "Aber nachdem ich die Hörbeispiele auf der Homepage des Chores gehört hatte, war ich schon infiziert: tolle neue und eher unbekannte Literatur, ein hohes Niveau und Probenzeiten, die sich mit der Familie in Einklang bringen lassen – das passte alles", erinnert sich die Mutter eines Sohns und einer Tochter an ihren Start.

"Mein erstes Probenwochenende bei Cantella war genauso begeisternd: sehr nette Frauen, gute Stimmbildung und in Bine Becker-Beck eine tolle und kompetente Chorleiterin", schwärmt Renate Schäkel.

Ihrer Vorliebe für Klassisches entspricht auch die Weihnachts-CD von Cantella, die dritte CD des Chors insgesamt und Renate Schäkels erste überhaupt. Neben bekannten Weisen wie "Es ist ein Ros' entsprungen" finden sich darauf auch Stücke von Marc-Antoine Charpentier oder Max Reger. Das Repertoire des Chors reicht denn auch vom 16. Jahrhundert bis zur zeitgenössischen Musik.

Was Renate Schäkel und ihre Mitsängerinnen besonders gefreut hat: "Inzwischen hat sich auch Marten Jansson, der Komponist, von dem wir fünf Kompositionen aufgenommen haben, in unser Online-Gästebuch eingetragen und sich sehr positiv geäußert. Das ist natürlich das allergrößte Kompliment."

Ins neue Jahr starten wird Cantella schon recht früh, nämlich am Wochenende 12./13. Januar mit Konzerten in Münster und Dortmund. In Rommerskirchen, aber auch in angrenzenden Nachbarorten wie Barrenstein ist Renate Schäkel vor allem mit den Musikmäusen in Erscheinung getreten: Mit denen bietet sie musikalische Kurse für Babys und Kleinkinder an, wobei sie dabei schon an unterschiedlichen Wirkungsstätten innerhalb der Gemeinde aktiv war.

(NGZ/url)