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DRK-Ortsverband Rommerskirchen verzeichnet weniger Blutspenden

Rommerskirchen : DRK-Ortsverband verzeichnet weniger Blutspenden

Das DRK hat neue ehrenamtliche Helferinnen gewonnen. Gleichwohl wären weitere Neuzugänge sehr willkommen.

Am Morgen des letzten Blutspendetermins 2019  hatte Agnes Kremer-Schillings im Radio noch einen Bericht gehört, wonach die Uniklinik Aachen einen Mangel an Blutspenden beklagte und sogar noch eine mögliche Verschärfung der Lage befürchtete. Die seit Jahren sinkende Zahl von Blutspendern ist nur ein Grund mehr für den von ihr geleiteten Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), zur Weihnachtszeit gleich zwei Spendentermine anzubieten.  Zu viele Blutspenden kann es angesichts der angespannten Situation schließlich nicht geben.

 Weiterhin die Möglichkeit bieten zu können, in Rommerskirchen Blut zu spenden, war für Agnes Kremer-Schillings, ihre Stellvertreterin Hedi Glöckner und  Schatzmeisterin Ute Brings ein wesentliches Motiv, sich 2018 als neues DRK-Führungsteam zur Verfügung zu stellen.  Der seit Sommer 2018 amtierende neue Vorstand hat sich längst bestens mit der Materie vertraut gemacht und zieht nach der ersten „kompletten“ Blutspende-Saison ein  positives Fazit. „Der alte Vorstand hat uns die Dinge gut übergeben“, sagt Hedi Glöckner. Besonders erfreulich sei es , dass das DRK  inzwischen auch einige neue Helferinnen habe gewinnen können.

Insgesamt 18 Mitglieder zählt der Ortsverband derzeit, von denen 16 beim letzten Blutspendetermin 2020 im Foyer der Gillbachschule aktiv waren. Der Altersdurchschnitt recht von 55 bis 80 Jahren und ist durch den neuen Vorstand und die Ehrenamtlerinnen zwar etwas gesenkt worden, dennoch sind auch weiterhin junge Neuzugänge erwünscht. Wobei auch Männer willkommen sind, denn aktuell sind beim DRK ausschließlich Frauen aktiv.  Unterstützt wird das Team nach wie vor durch die langjährige Vorsitzende Rosemarie Neuen und ihre Mitstreiterin Magdalene Schnelting, die bis 2018  aus Altersgründen buchstäblich jahrelang nach Nachfolgern gesucht hatten.

Der bundesweit viel beklagte Rückgang an Blutspenden spiegelt sich auch in den Rommerskirchener Ergebnissen dieses Jahres wider. Immerhin konnte bei den beiden „weihnachtlichen“ Spendeterminen im November und Dezember mit 130 Blutspenden immerhin zwei mehr als im Vergleich zu 2018 registriert werden. Auch bei der jetzigen Blutspendeaktion mussten Hedi Glöckner zufolge zwölf Spendenwillige zurückgestellt werden - ein sich zuletzt häufendes Phänomen.

Insgesamt gab es 2019 439 Blutspenden, davon allein im Juni 120. Im März waren ebenso wie im September 83 Spenden zu verzeichnen.  Blutspenden ist theoretisch bis zum 75. Lebensjahr möglich, „wenn man sehr früh damit anfängt“, erläutert Hedi Glöckner.