Rommerskirchen: Dorfcafé: Verein lässt auf sich warten

Rommerskirchen: Dorfcafé: Verein lässt auf sich warten

Bis Ende des Jahres soll Baurecht für das gesamte Umfeld des geplanten Dorfcafés bestehen.

Im Spätsommer 2017 schien die Gründung eines neuen Trägervereins für das geplante Dorfcafé in Widdeshoven mehr oder weniger kurz bevor zu stehen. Nachdem sich bei einem Treffen im November zeigte, dass es unter den an einem Dorfcafé Interessierten noch Diskussions- und Beratungsbedarf gibt, hält dieser offensichtlich noch an: Einen Termin für eine förmliche Gründung gibt es jedenfalls noch nicht, wie gestern von Bele Hoppe von der Wirtschaftsförderung der Gemeinde Rommerskirchen zu erfahren war.

Bewegung kommt jedoch in anderer Hinsicht in die Sache: So soll bei der nächsten Ratssitzung am 22. März die Offenlegung des Bebauungsplans erfolgen, wie Gemeindeplanerin Maria Klasen mitteilt. Der B-Plan bezieht das gesamte Umfeld des Hauses Im Kamp 19 mit ein und soll auf dem seit 2015 der Gemeinde gehörenden Gelände der früheren Gärtnerei Olligs alternative Nutzungen ermöglichen, wie Bürgermeister Martin Mertens sagt.

Entstehen soll auf dem Areal ihm zufolge auch "ein moderner Schrebergarten", ein Projekt, für das die Gemeinde auf eine Förderung durch die Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) hoffen kann, deren Prokurist Boris Linden unlängst dem Rat die Arbeit des IRR vorgestellt hatte. Maria Klasen rechnet damit, dass die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Neugestaltung des Geländes der einstigen Gärtnerei zügig geschaffen werden und das gesamte Prozedere gegen Ende des Jahres abgeschlossen ist. Martin Mertens ist optimistisch, dass im neuen Dorfcafé im Frühjahr 2019 "der Trägerverein den Schlüssel bekommt" und im Café der erste Kaffee getrunken werden kann.

Zwölf bis 14 Leute sind dem Vernehmen nach der harte Kern der potenziellen Vereinsgründer. Allemal genug, um die juristische Voraussetzungen zu erfüllen, denn lediglich sieben sind nötig, um formell einen Verein gründen zu können, wie Rechtsamtsleiter Gregor Küpper mit Blick in das Bürgerliche Gesetzbuch sagt.

Bisherige Überlegungen gehen dahin, dass Dorfcafé für die Frühjahrs- und Sommerzeit auch mit einem Biergarten auszustatten. Auch Kunst und Kultur sollten zumindest mittelfristig eine Rolle spielen, um die Attraktivität der neuen Einrichtung für ein breites Besucherspektrum zu erhöhen. Martin Mertens zufolge ist es jedenfalls denkbar, dass der bekannte Rommerskirchener, jetzt Grevenbroicher, Blues- Musiker Willie Goergens dort proben und auftreten könnte. Im anhaltenden Prozess der Vereinsgründung "spielt die Verwaltung die Rolle des Moderators", sagt der Bürgermeister.

Unterdessen hoffen Unterstützer der Vereinsidee wie Johanna Marquardt, dass die Gründung möglichst bald erfolgen kann. Ihres Wissens nach fand die letzte Versammlung im November statt: "Seither haben wir nichts mehr davon gehört." Gut möglich, dass die baurechtlichen Fortschritte über kurz oder lang auch eine positive Ausstrahlung auf den zivilrechtlichen Gründungsakt haben.

(NGZ)