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Rommerskirchen: Discounter neu eröffnet

Rommerskirchen : Discounter neu eröffnet

Nach knapp einjähriger Abstinenz gibt es wieder einen Netto-Markt in Eckum. Das neue Geschäft hat doppelt so viel Verkaufsfläche wie sein Vorgänger. Zur Eröffnung gestern Vormittag erschienen viele bekannte Gesichter.

Was die Eröffnung von Lebensmittelmärkten angeht, haben die Rommerskirchener in den vergangenen Jahren Routine entwickelt. Ein regelrechter Ansturm auf den neuen Netto-Markt an der Bahnstraße setzte daher gestern erst mit leichter Verzögerung ein: Kurz nach zehn Uhr war es "so richtig voll", sagt Netto-Verkaufsleiter Alexander Schuh. Rund 50 Kunden standen bereits um sieben Uhr auf der Matte, als die in den vergangenen Wochen im Eiltempo fertiggestellte Netto-Filiale erstmals öffnete, die zum Einstand und bis Samstag mit "Zehn Prozent Rabatt auf alles" wirbt.

Ferdi und Elisabeth Tiggelkamp sprechen für viele Eckumer im Umfeld: "Es ist schön, endlich mal zu Fuß einkaufen zu können." Zur Premiere waren auch etliche Ratspolitiker erschienen — als Kunden. Gerhard Heyner (CDU) brauchte einen neuen Briefkasten, den hatte Netto gerade im Angebot. "Ein ganz normaler Supermarkt", befindet Kirsten Schaaf-Hufschmidt von der UWG. Sie setzt nicht auf den ersten Eindruck: "Mal sehen, ob auch in sechs Wochen das Gemüse immer frisch ist." Vizebürgermeisterin Maria Peiffer (SPD) findet "das Sortiment genau richtig", "die Preise stimmen", sagt ihr Mann Willi.

Verkaufsleiter Alexander Schu, der kann auch auf die "sehr große Auswahl" von etwa 4000 Artikeln verweisen: "Das bedienen nicht viele Discounter." Zu den Pluspunkten zählt er neben dem Fleischangebot mit 80 Artikeln auch den Bereich Obst und Gemüse. Bürgermeister Albert Glöckner und Rathaussprecher Elmar Gasten ließen sich ebenfalls blicken — als Gratulanten. Für Marktleiterin Tanja Panagiotidis gab es einen Blumenstrauß des Bürgemeisters.

In der neuen Netto-Filiale sind zehn Mitarbeiter tätig, bei Bedarf werden weitere aus anderen Märkten eingesetzt. "Wenn es so weiter gehen sollte, mal sehen", äußert sich Alexander Schu mit Blick auf weitere Arbeitsplätze einstweilen zurückhaltend. Vom Personal der im Januar geschlossenen Netto-Filiale an der Kreuzung zur Venloer Straße sind zwei Verkäuferinnen im neuen Markt tätig, der ein durchaus vertrautes Bild bietet: Die Anordnung der Waren entspricht weitgehend der vom früheren Markt gewohnten. Allerdings ist die Verkaufsfläche mit knapp 800 Quadratmetern fast doppelt so groß wie vorher. Auch die Bäckerei Voosen ist wieder mit im Boot — jetzt sogar mit Sitzplätzen fürs kleine Café im Markt.

(NGZ)