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Die Welt der Insekten im Rathaus von Rommerskirchen

Naturschutz in Rommerskirchen : Die Welt der Insekten im Rathaus

Die Gemeinde möchte dem Verlust von Arten mit einer Wanderausstellung entgegenwirken. Die läuft jetzt bis zum Tag der Kommunalwahl im Rathaus.

Das Rommerskirchener Rathaus an der Bahnstraße ist nicht nur der Sitz der Gemeindeverwaltung. Immer wieder wird das Gebäude auch für Ausstellungen genutzt, zum Beispiel für die Jahresschau der örtlichen Kreativen. Nun hat eine Wanderausstellung dort Einzug gehalten, die bis zum 13. September, dem Tag der Kommunalwahl, in der Gemeinde bleiben wird. Ihr Titel lautet „Insekten – gefährdete Vielfalt – was nun?“ und lässt unschwer erkennen, dass es um den Schutz dieser Tiere geht, deren Anzahl in den vergangenen Jahrzehnten besorgniserregend geschrumpft ist.

Und die Organisatoren beschränken sich nicht nur auf die Präsentation schöner Fotos von verschiedenen Arten, sondern setzen auch auf fundierte Informationen. So wird es neben der Ausstellung einen Vortrag des Experten Helmut Kessler zum Thema Insekten geben. Kessler ist Ökologe und Geschäftsführer von Kessler&Co. (Ausstellung, Wissenstransfer und Ökologie); sein Vortrag findet am 7. September ab  17.30 Uhr im Ratssaal statt. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie bittet die Gemeinde Interessierte um telefonische Anmeldung ihrer Teilnahme unter 02183 800-20. Die Teilnehmeranzahl für den Abend ist begrenzt. Im Zusammenhang mit der Schau wird dort außerdem eine Unterschriftenliste der Volksinitiative Artenvielfalt zu finden sein.

Bienen, Ameisen, Tagfalter – viele Arten dieser sehr bekannten Insekten verschwinden, sind gefährdet oder gar schon ausgestorben. Deshalb will die Gemeinde Rommerskirchen diesem Negativtrend entgegensteuern.  „Ich begrüße es sehr, dass die Wanderausstellung auch in Rommerskirchen Halt macht“, betont Bürgermeister Martin Mertens. Er führt zwei Ziele an: Zum Einen solle die Vielfalt der Insekten erlebbar gemacht und vorgestellt werden. Zum Anderen würden Tipps gegeben, wie jeder etwas für den Insektenschutz tun kann. „Grüne Flächen statt Steingärten sind dabei existenziell“, weiß Mertens, „deshalb setzt sich die Gemeindeverwaltung auch mit unterschiedlichen Faktoren wie dem Anlegen von Blühwiesen und –streifen oder jährlichen umfangreichen Neupflanzungen von Bäumen auseinander.“ Steingärten in Neubaugebieten lässt die Gemeinde nicht mehr zu. Und auch der Flyer „Rommerskirchen blüht auf – Anleitung zur Errichtung eines klima- und umweltfreundlichen Vorgartens“ soll zum Insektenschutz beitragen.

Die Insektenausstellung hat gerade begonnen und befindet sich im 1. OG im Dienstleistungszentrum. Sie kann bis zum 13. September jeweils zu den Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden. Diese sind montags bis freitags von 8 bis 12.30 Uhr, dienstags von 14 bis 16.30 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr.