Rommerskirchen: Die Konverter-Standortsuche wird konkretisiert

Rommerskirchen: Die Konverter-Standortsuche wird konkretisiert

Wo der große Strom-Konverter gebaut wird, steht zwar noch nicht fest, die Überprüfung der einzelnen Standorte, darunter auch der in Evinghoven und der an der Gemeindegrenze zu Gohr, schreitet jedoch weiter voran. Heute Abend werden Vertreter des Netzbetreibers Amprion in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Bauangelegenheiten, Natur und Umwelt, der um 17.30 Uhr im Ratssaal an der Bahnstraße 51 beginnt, über ihre Standortsuche berichten.

"Wir erhoffen uns bald größere Klarheit, ob Rommerskirchener Standorte weiter in Frage kommen", erklärt Bürgermeister Martin Mertens auf Anfrage der NGZ. "Es wird eine weitere Informationsveranstaltung für die Bürger mit Amprion geben", verspricht er. Bei einem Treffen der Bürgermeister im Rhein-Kreis am Dienstag mit Vertretern der Firma Amprion, zu dem Landrat Hans-Jürgen Petrauschke eingeladen hatte, waren keine endgültigen Entscheidungen des Netzbetreibers zu hören. Untersucht wurden bisher 19 Standorte für die bis zu 20 Meter hohe Anlage zur Umwandlung von Wechsel- in Gleichstrom, darunter sechs besonders geeignete. Der Neusser Planungsdezernent Christoph Hölters hat nach dem Gespräch den Eindruck, dass Neusser Flächen nicht mehr in der "Verdichtungsgruppe" sind.

Eine 20. Fläche in Kaarst wird nun von Amprion in die Liste der besonders geeigneten Standorte aufgenommen. Eine Entwarnung für andere mögliche Flächen ist das nicht. Gegner des Konverters in Rommerskirchen hatten vor allem auf Naturschutz gesetzt. Dem Vernehmen nach soll der Evinghovener Standort nicht mehr als besonders geeignet eingestuft sein, da er im Entwurf für den Regionalplan als Windvorrang-Fläche vorgesehen ist.

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Gegen den Bau des Konverters haben sich zwölf Bürgerinitiativen im Rhein-Kreis Neuss gebildet, auch in Rommerskirchen und in Gohr. Die Räte der Kommunen, auch Rommerskirchen und Dormagen, haben Resolutionen verabschiedet.

Amprion-Sprecherin Joelle Bouillon sieht eine "sehr deutliche Tendenz" für einige Flächen. Das bedeute nicht, dass Standorte schon gestrichen seien. Das werde der Netzbetreiber erst machen, wenn alle Unterlagen vorlägen und überprüft seien. Konkreteres gebe es vielleicht beim Kreis-Planungsausschuss am Dienstag.

(NGZ)
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