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Rommerskirchen: Der neue Radwegeplan

Rommerskirchen : Der neue Radwegeplan

Die Gemeinde Rommerskirchen tut was für Radfahrer, und das nicht erst, seit sie 2004 in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden (AGFS) aufgenommen wurde. Jetzt gibt's einen neuen Radwegeplan.

Rommerskirchener, die an einem sonnigen Wochenende mal eine ausgiebige Radtour mit der Familie machen wollen, brauchen dazu weder nach Dormagen noch in den Erftkreis auszuweichen. Denn quasi vor der eigenen Haustür gibt es genug Möglichkeiten, sich zu trimmen und dabei die Natur zu genießen. Hilfreich ist dabei der erste Rommerskirchener Radwegeplan, der gestern vorgestellt wurde.

Und dass in der Gemeinde das Radfahren groß geschrieben wird, belegt auch die Tatsache, dass es Norbert Wrobel gibt, den ehrenamtlichen Fahrradbeauftragten. Und der ist Ansprechpartner für die Bevölkerung und wartet unter anderem die drei Diensträder, die von jedem Verwaltungmitarbeiter genutzt werden können. Eins besitzt sogar einen Anhänger, so dass auch mühelos Akten transportiert werden können.

Außerdem plant Wrobel nach den Sommerferien in den von der Gemeinde gekauften Gebäuden einer ehemaligen Steinmetzwerkstatt eine Radstation zu eröffnen, die zunächst nur stundenweise geöffnet hat und in der die Räder repariert werden können. Zudem soll zu den 57 Radboxen, die — wie Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert sagt — alle vermietet sind, sowie den 60 Abstellplätzen noch weitere 40 kommen.

Neu ist aber nicht nur die Karte, in der nun alle Radwege aufgeführt sind, neu sind auch drei Rundrouten, die Ingo Nehring vom örtlichen ADFC ausgearbeitet hat. Route 1 ist die "Rund um die Rübe", Route 2 die um Sinsteden und Vanikum und Route 3 die Rommerskirchener Inlinestrecke. Jede ist zehn Kilometer lang. Außerdem ist es möglich, an bestimmten Stellen von der einen auf die nächste zu wechseln. Noch ein wenig wird es dauern, bis alle Routen auch entsprechend ausgeschildert sind. Doch mit der neuen Karte, die im Bürgerbüro ausliegt, findet jeder seine Tour. 2800 Karten sind gedruckt.

"Wir in Rommerskirchen sind eine Fahrradfamilie", betont Bürgermeister Albert Glöckner und fügt hinzu, dass das Verbindungsnetz zwischen den 17 Ortschaften immer weiter ausgebaut werde. So sind zwischen 2006 und 2010 rund zehn Kilometer Radwege neu gebaut worden, die Kosten betrugen 280 000 Euro. Für kleinere Maßnahmen, wie Bordsteinabsenkungen, gibt die Gemeinde jährlich 10 000 bis 15 000 Euro aus.

Außerdem werden im Haushalt der Gemeinde pro Jahr 40 000 bis 100 00 Euro für Bau- und Instandsetzung von landwirtschaftlichen Wirtschafts-, Fuß- und Radwegen bereitgestellt. Mittlerweile sind auch die Einbahnstraßen für Radler in beide Richtungen zu befahren — und das sind immerhin sechs.

(NGZ)