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Rommerskirchen: Der Bürgermeister-Kandidat der SPD

Rommerskirchen : Der Bürgermeister-Kandidat der SPD

Der SPD-Vorstand hat einstimmig Fraktionsvorsitzenden Martin Mertens zum Bürgermeister-Kandidaten nominiert. Wenn die SPD-Mitglieder diesem Vorschlag folgen, bewirbt sich der 30-Jährige um die Nachfolge Albert Glöckners.

Auch wenn die politische Nominierung als Bürgermeister-Kandidat der SPD erwartungsgemäß erfolgte, freute sich SPD-Fraktionschef Martin Mertens sichtlich über das einstimmige Votum des Parteivorstandes. "Ich bin sehr froh über das Vertrauen aller Vorstandsmitglieder", sagte der 30 Jahre alte Mertens am Dienstagabend. Denn unter den neun anwesenden der zehn Stimmberechtigen waren auch Partei-Chef Johannes Strauch und Bürgermeister Albert Glöckner, der in der vergangenen Woche angekündigt hatte, sich bereits 2014 von seinem Amt zurückzuziehen.

Damit wird der Weg für gemeinsame Wahlen von Gemeinderat und Bürgermeister in Rommerskirchen schon Ende Mai 2014 frei — ansonsten wäre das Gemeinde-Oberhaupt erst 2015 gewählt worden. Die SPD-Mitglieder müssen die Empfehlung ihres Parteivorstandes für den Kandidaten Martin Mertens, der als Büroleiter im Landtag arbeitet, am 15. November auf einer Versammlung bestätigen.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich mit Martin Mertens und Michael Willmann zwei direkte Nachbarn um das Amt des Rommerskirchener Bürgermeisters bewerben, denn auch die CDU hatte bereits ihren Kandidaten, ihren Parteichef Michael Willmann, politisch nominiert. "Ich setze da auf gute Nachbarschaft und hoffe, dass der Wahlkampf auf rein sachbezogener Basis geführt wird", erklärt Martin Mertens, dass er ein "absoluter Gegner einer persönlichen Schlammschlacht" sei.

Vielmehr möchte der 30-Jährige, der seit 2001 Mitglied der SPD in Rommerskirchen ist, mit politischen Themen und Konzepten für die Gemeinde punkten. "Ich möchte Rommerskirchen weiter entwickeln", sagt Mertens, der seit 2009 SPD-Ratsherr ist. Dabei wolle er die Politik von Bürgermeister Albert Glöckner, der viel für Rommerskirchen getan habe, fortführen. Als Fraktionsvorsitzender hat Mertens seit Februar 2011 die Arbeit Glöckners eng begleitet. "Es ist beruhigend, Albert Glöckner mit Rat und Tat an meiner Seite zu wissen", sagt Mertens. Wichtige Themen bleiben zum Beispiel die Umgehungsstraßen, der Bahnhofsumbau, der Rettungswagen und das Angebot für Senioren und Kinder. Zum Beispiel mit dem vor der Umsetzung stehenden Ausbau der Venloer Straße werde Rommerskirchen attraktiver.

"Es war auch früher schön, in Rommerskirchen zu leben", betont Mertens. "Allerdings hat Albert Glöckner viel für die Weiterentwicklung in Sachen Nahversorgung, Bildung und Senioren getan", erläutert Mertens. Nun müsse mit verstärkten Ansiedlungsbemühungen dafür gesorgt werden, dass sich vor allem mittelständische Unternehmen niederlassen. "Wir dürfen nicht von einem Steuer zahlenden Unternehmen abhängig sein."

Martin Mertens, der in Evinghoven aufgewachsen ist und sich seit seiner Jugend für Kirche, Politik und Gesellschaft engagiert (Messdiener, Lektor, Junge UWG, Jusos), möchte seine Heimat mitgestalten: "Ich möchte mitwirken, das Leben für alle zu verbessern", sagt Mertens, seit 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter. Begegnungen mit dem damaligen Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig hatten den Ausschlag für sein politisches Engagement gegeben, er organisierte die Wahlkämpfe für Bodewig und zuletzt für Rainer Thiel bei der Landtagswahl 2012. Zurzeit schreibt Mertens, der mit Freundin Diana Geldermann in Nettesheim lebt, an seiner Doktorarbeit, die er vor der heißen Wahlkampfphase fertigstellen will.

(NGZ/rl)