Rommerskirchen Das Ehrenamt in den Orten stärken

Rommerskirchen · Rommerskirchen (Sto) Die auf Initiative von Bürgermeister Albert Glöckner eingeführten Bezirkskonferenzen in der Gemeinde Rommerskirchen haben sich bewährt. Im Jahr 1999 fasste der Rat der Gemeinde Rommerskirchen folgenden Beschluss.

 Das Wegekreuz in Vanikum wurde mit Mitteln der Bezirkskonferenz restauriert.

Das Wegekreuz in Vanikum wurde mit Mitteln der Bezirkskonferenz restauriert.

Foto: NGZ-Online

"Die Verwaltung richtet zur Koordination des Verwaltungshandelns und Verbesserung der regionalen Harmonisierung von politischen Entscheidungen drei ständige Konferenzen ein, die sich um die Belange der Gemeindebezirke kümmern."

Das war die Geburtsstunde der "Bezirkskonferenzen". Das Gemeindegebiet wurde in drei Bezirke aufgeteilt:

Der Bezirk Süd umfasst die Ortsteile Eckum, GilI, Rommerskirchen, Vanikum, Sinsteden, der Bezirk Mitte erstreckt sich über Butzheim, Nettesheim, Frixheim bis nach Anstel und der Bezirk Nord deckt die Ortsteile Oekoven, Deelen, Evinghoven, Ückinghoven, Widdeshoven, Hoeningen, Ramrath und Villau ab.

Im Rathaus ist jeweils ein in dem jeweiligen Bezirk wohnender Mitarbeiter für den Bezirk zuständig. Im Bezirk Nord sind dies Daniela Parente und Claudia Esser, im Bezirk Mitte der Kämmerer Hermann Schnitzler und im Bezirk Süd Pressesprecher Dr. Elmar Gasten.

Seither werden jährlich die Konferenzen in den Bezirken anberaumt, zu denen die aktiven Bürger eingeladen werden. Im regen Austausch mit den Vereinsvorsitzenden und interessierten Bürgern werden Belange der jeweiligen Ortsteile diskutiert.

Dazu stellt das Rathaus die im Bezirk anstehenden Vorhaben vor. Glöckner: "Besonders wichtig ist uns, was die Bürger vor Ort uns mit auf den Weg geben. Sie sind diejenigen, die die Gegebenheiten vor Ort am besten kennen."

Unter dem feststehenden Tagesordnungspunkt "Wo drückt der Schuh?" nutzt die Bürgerschaft rege die Möglichkeit, dem Rathaus Tipps und Anregungen für Verbesserungen im Ortsteil zu geben.

Zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements hat der Rat die Bezirkskonferenzen mit einem eigenen Budget ausgestattet. Insgesamt stehen den drei Bezirkskonferenzen 14 700 Euro zur Verfügung.

Über die Verwendung dieser Mittel wird in den Bezirkskonferenzen entschieden. Vorrangig eingesetzt werden die Mittel für die Verschönerung des Ortsbildes und Verbesserungen der jeweiligen Infrastruktur.

Entscheidend für die Vergabe ist, dass die Antragsteller immer mit Eigenmitteln und/oder eigener Leistung an dem Projekt beteiligt sind. Auf diese Art und Weise konnten in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Projekten umgesetzt werden.

So wurden Flächen begrünt, Wegekreuze in Stand gesetzt, Weihnachtsbeleuchtungen für die Straßen angeschafft Parkbänke, Spielgeräte und vieles mehr bezuschusst.

Glöckner: "Unter dem Strich ist mit den Zuschüssen aus dem Gemeindehaushalt immer ein Mehrfaches an Wert entstanden, da die aktive Bürgerschaft weiteres Geld und Arbeitsleistung eingebracht hat."

Im Herbst wird die nächste Runde der Bezirkskonferenzen starten. Dazu werden die Teilnehmer rechtzeitig eingeladen werden. Dann wird es erneut einen Schub ehrenamtlichen Engagements für die Ortsteile geben.

Auch Sicht der Gemeinde werden zwei Aspekte gefördert: Zum einen können auf diese Weise die Wünsche und Anregungen der Bürger berücksichtigt werden und in die Entscheidung einfließen.

Zum anderen stärkt und belohnt die Gemeindespitze das ehrenamtliche Engagement der Bürger.Und die nehmen das Angebot des Rathauses in der Regel dankend an.

(NGZ)