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Rommerskirchen: Countdown für neuen Spielplatz läuft

Rommerskirchen : Countdown für neuen Spielplatz läuft

Im September bauen bis zu 50 Azubis der Sparkasse einen neuen Spielplatz neben der Frixheimer Schule.

Die endgültige Planung steht: Vom 23. bis 27. September wird auf dem ehemaligen Fußballplatz des früheren TuS Gilbach der "Sparkassen-Spielplatz" angelegt. Wie berichtet, ist im Rahmen des von der Sparkasse Neuss initiierten Projekts "Ein Spielplatz pro Stadt" jetzt Rommerskirchen an der Reihe.

Der Fachfirma "Alea consult" beim Bau zur Hand gehen werden dabei 45 bis 50 Auszubildende der Sparkasse. Die sieht das nämlich als "Teambuilding-Projekt" für ihre neuen Auszubildenden an. Übernachten werden diese in der benachbarten Turnhalle. Als Aufenthaltsraum wird das Frixheimer Schützenhaus dienen. Nach Auskunft von Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert haben nicht allein die örtlichen Sebastianer, sondern auch andere Bruderschaften sowie freiwillige Helfer ihre Mitwirkung zugesagt. Für kürzere Pausen könnte auch ein Zelt auf dem Platz der ehemaligen Skateranlage aufgestellt werden.

"Die Planung an sich ist geblieben. Verändert wurde nur die Anordnung der Spielgeräte", erläutert Bürgermeister Albert Glöckner. Anfang Juli hatte "Alea consult" die Planung präsentiert, die noch in einigen Punkten "wasserdicht" gemacht werden musste. Demnach sind jetzt Spielgeräte, die für Kinder bis 14 Jahre bestimmt sind, in den Bereich der Straße "Am Fronhof" gerückt worden. Dabei geht es um eine Vogelnestschaukel, eine Seilbahn sowie eine Kletteranlage.

Angesichts einiger vom Spielplatz-Lärm wenig erbauter Anwohner hat die Gemeinde die Planung mit dem Rhein-Kreis abgestimmt. "Kinderlärm ist hinzunehmen", sagt Glöckner. Den Gerichten zufolge gehören Kinderspielplätze sogar in die unmittelbare Nähe der Wohnbebauung, wie Reimert ergänzt.

Das eher für Jugendliche bestimmte Ballspielfeld, die Schutzhütte sowie das für Beachvolleyball bestimmte Teilstück des einstigen Fußballplatzes sind dagegen so weit wie möglich von den benachbarten Häusern entfernt geplant. Die Jugendlichen hatten sich bei der Entwurfsplanung selbst mit einbringen können: Vergangenen Winter gab es dazu Treffen im Jugendhaus "GIL'ty", die auch vom Gemeindejugendring unterstützt wurden.

Mit ihrer nach wie vor an der Planung geübten Kritik fanden die Anwohner jüngst auch im Rat kein Gehör: Der entschied sich in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause einstimmig für die Planung.

Mit einer Beschilderung will die Gemeinde dafür sorgen, dass der Platz künftig zu den "üblichen Tageszeiten" genutzt wird, wie Reimert sagt. Eine Gruppe von Jugendlichen um Marius Tepper und Bianca Schäfer hat schon vor zwei Monaten ein Konzept ausgearbeitet: Die Jugendlichen, die sich schon jetzt regelmäßig am "Sitzpilz" des Geländes treffen, treten unter anderem für die Anbringung von Papierkörben an. Zudem wollen sie den Platz einmal monatlich säubern. Geplant ist, den Spielplatz so abzupollern, dass er mit Autos keinesfalls befahren werden kann, um Motorenlärm und laute Musik zu verhindern.

(NGZ)