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Corona in Rommerskirchen: Initiative #rokibstrong soll Hilfe vermitteln

Corona in Rommerskirchen : Initiative „#rokibstrong“ soll Hilfe vermitteln

Noch gab es keine Nachfrage. Aber die Basis für die Unterstützung von Rommerskirchenern in der Corona-Krise ist gelegt.

Die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie machen allen zu schaffen. Doch aus der Not heraus entstehen oft auch gute Dinge. Solidarität und Hilfsbereitschaft werden vielerorts vorbildlich gelebt. Thomas Gulentz, in Rommerskirchen kein Unbekannter, hatte die Idee, Menschen, die von der Corona-Krise betroffen sind, schnell und unbürokratisch zu helfen. Zusammen mit Annette Greiner, Filiz Gündogdu, Petra Friese und Daniel Görnert hat er am 13. März die Initiative #rokibstrong gegründet.

„Das Angebot richtet sich an alle Menschen, die aufgrund der Corona-Epidemie Hilfe benötigen“, erklärt Gulentz. „Egal, in welchem Stadtteil sie wohnen, ob sie zur Risikogruppe gehören und deshalb nicht mehr raus wollen, zu Hause krank oder als Verdachtsfall in Quarantäne sind. Wir nehmen das ab, was der Mensch gerade nicht schafft.“ Und das können alle möglichen Arten von Erledigungen sein, die nötig sind: Einkaufen gehen, den Hund spazieren führen, Medikamente besorgen, beim Nachbarn etwas abgeben oder Briefe zur Post bringen.

Alle Helfer der Initiative, bis jetzt schon fast 30, sind persönlich bekannt und werden von den Gründern koordiniert, damit niemand ausgenutzt werden kann. „Da haben wir auf jeden Fall ein Auge drauf“, sagt Gulentz. Formalitäten wie die Bezahlung der Einkäufe zum Beispiel werden nach persönlicher Absprache geregelt. „Die Helfer müssen da natürlich auch sicher gehen, dass sie das Geld, das sie ausgeben, auch wiederbekommen. Oder es eben vorab holen, das kann individuell geregelt werden“, meint Thomas Gulentz.

Anmelden kann man sich ganz einfach über die Internetseite der Initiative. Unter www.rokibstrong.de gibt es zwei verschiedene Formulare, die man auswählen kann: eins für Hilfsbedürftige, eins für Leute, die Helfer werden wollen.

Die Handhabung erklärt sich von selbst, man gibt Namen, Telefonnummer und Ortsteil sowie die Art von Hilfe, die man benötigt, an, dann melden sich die Helfer. Für diejenigen, die Hilfe anbieten möchten, läuft es ähnlich. „Die Datenschutzverordnung wird natürlich streng eingehalten“, versichert Gulentz. Wer möchte, kann auch eine E-Mail an wirhelfen@rokibstrong.de schicken. Auch telefonisch wird weitergeholfen: unter 0151 40429901 ist morgens mindestens von 9 bis 12 Uhr eine Hotline besetzt, sonst läuft ein Anrufbeantworter, der regelmäßig abgehört wird. „Wir suchen noch weitere Helfer, dann werden die Zeiten in Zukunft hoffentlich noch etwas länger“, erklärt Gulentz.

Gemeldet hat sich bis jetzt noch niemand bei der Initiative „#rokibstrong“, der Hilfe braucht. „Das ist ja auf der einen Seite durchaus positiv“, meint der 51-Jährige. „Ich glaube, wir sind hier in Rommerskirchen ganz gut aufgestellt, was Nachbarschaftshilfe und solche Dinge angeht. Das funktioniert auf dem platten Land noch wirklich prima. Auch die Rentner untereinander sind gut organisiert, das kommt ihnen in so ungewöhnlichen Zeiten wie jetzt zugute“, ist der Familienvater überzeugt. Gut zu wissen, dass es in den kommenden Wochen helfende Hände gibt, die Menschen in Rommerskirchen unterstützen.