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Rommerskirchen: Chancen für die B 477n sind gestiegen

Rommerskirchen : Chancen für die B 477n sind gestiegen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die Bundesstraße 477n für den Bundesverkehrswegeplan beim Bundesverkehrsministerium angemeldet. Es bleibt bei der Einstufung im vordringlichen Bedarf.

Auf Landesebene ist die Umgehungsstraße B 477n durch die Tür: Gestern informierte die Landesregierung den Verkehrsausschuss des Landtags, dass sie das nach wie vor im vordringlichen Bedarf eingestufte Projekte für die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan angemeldet hat.

Damit liegt der Ball nun beim Bundesverkehrsministerium. Das hatte bereits vor gut einem Jahr die geplante Streckenführung der B 477 n gebilligt, die die Orte von Anstel bis Eckum entlasten soll. Auch für das zweite Teilstück der Umgehungsstraße B 59n , durch das Sinsteden umfahren werden könnte, gibt es Hoffnung: Dieses Vorhaben wird nun im Erörterungsverfahren geprüft, nächster Schritt wäre dann der konkrete Baubeschluss. Auch die B 59n bleibt nach Auskunft des SPD-Fraktionsvorsitzenden Martin Mertens weiterhin im "vordringlichen Bedarf" eingestuft.

Vom Tisch ist auch die Splittung der B 477n in zwei unterschiedlich eingestufte Teilstücke, die zeitweise im Rathaus wie auch bei den Kommunalpolitikern für Irritationen gesorgt hatte. Wie Mertens berichtet, gilt die wichtige Einstufung im vordringlichen Bedarf für die gesamte Streckenführung der B 477n. "Wir freuen uns, dass die Landesregierung dieses für Rommerskirchen wichtige Projekt unterstützt. Ich hoffe, dass jetzt auch der Bund grünes Licht dafür gibt, dass die entlang der heutigen B 477 lebenden Menschen entlastet werden", sagt Mertens. Bürgermeister Albert Glöckner zufolge, "herrscht im Rathaus große Freude, dass das wichtige Straßenbauprojekt B 477 jetzt eine weitere Hürde genommen hat. Damit haben sich die großen Kraftanstrengungen der Gemeinde für die Umsetzung des Projekts gelohnt. Eine gute Verkehrsinfrastruktur ist die beste Voraussetzung für die weitere gute Entwicklung der Gemeinde."

Gemeinsam mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Thiel hatten Glöckner und Mertens Ende 2012 bei NRW-Verkehrsminister Michael Groschek nachdrücklich für eine zügige Realisierung der B 477n geworben. Mertens und Thiel betonten die Bedeutung der B 477n nicht nur für die an der heutigen Bundesstraße lebenden Menschen, sondern auch die regionale Bedeutung der B 477 in ihrer Eigenschaft als Querspange zwischen der A 57 und der A 4, sowie der A 61 und der A 1.

Wie berichtet, hatte die Gemeinde dem Land angeboten, die eigentlich nun anstehende Feinplanung der konkreten Trassenführung vorzufinanzieren. Angesichts der Tatsache, dass nun alles seinen Gang geht, dürfte dies nicht mehr nötig sein. Um bei der Regierung punkten zu können, hatte die Gemeinde unter anderem auch auf die durchweg einstimmigen Ratsvoten hingewiesen und entsprechende Protokolle nach Düsseldorf geschickt. Auch wenn zuletzt Ungewissheit herrschte, wie es überhaupt weitergehen soll, konnte der Landesbetrieb Straßen währenddessen seine Planung weiterführen, so dass es in dieser Hinsicht nicht zu sonderlichen Verzögerungen gekommen ist.

(NGZ)