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Rommerskirchen: CDU sucht neuen Parteichef

Rommerskirchen : CDU sucht neuen Parteichef

Holger Hambloch wird innerhalb der Union als Kandidat für den Parteivorsitz gehandelt. Auch Michael Willmann ist ein denkbarer Nachfolger für Wolfgang Könen. Beim Sommerfest der CDU wurde am Samstag viel spekuliert.

"Es ist nicht schön, es nervt, aber es geht weiter", sagt Gabi Paulus. Die stellvertretende Vorsitzende der CDU in Rommerskirchen ist mit der aktuellen Situation innerhalb der Union unzufrieden, blickt jedoch optimistisch nach vorn. Der Mandatsverzicht von Heinz-Werner Vetten und der Rücktritt des Parteivorsitzenden Wolfgang Könen waren am Samstag auch während des CDU-Sommerfestes Thema. Inzwischen werden Holger Hambloch und Michael Willmann als Kandidat für den Parteivorsitz ins Gespräch gebracht.

Das Sommerfest war lange geplant. Ins Wasser fallen sollte die Veranstaltung wegen der turbulenten Wochen nicht. "Es ist bedauerlich und schade, dass es so gekommen ist", sagt Fraktionschef Stephan Kunz im Hinblick auf die Rücktritte von Vetten und Könen. Seine Wahl zum Fraktionschef im Juni war der Beginn der personellen Veränderungen. Eine Kandidatur für den Gemeindeverbandsvorsitz schließt Kunz aus: "Es bringt die Partei nicht weiter." Kunz will sich "allein auf Sachthemen orientieren und keine persönlichen Auseinandersetzungen". Sein Ziel sei es, "dass wir in der Ratsarbeit etwas erreichen", betont Kunz.

Von einigen CDU-Mitgliedern wird Holger Hambloch als neuer Parteichef gehandelt. "Ich glaube nicht, dass ich es werde", äußerte er sich selbst. Der als Projektleiter in der Automobilbranche tätige Kaufmann (39) ist verheiratet, hat zwei Kinder und gehört seit 2009 dem Rat an. Hambloch ist stellvertretender CDU-Vorsitzender.

Laut Kunz und Hambloch müsse der neue Parteichef unbelastet von den aktuellen Querelen sein. Ein unbelasteter Kandidat für den Parteivorsitz könnte Michael Willmann sein. Der 44-Jährige unterrichtet am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Pulheim Französisch und Sport und lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Nettesheim. Der CDU gehört er bereits seit 1996 an. 2011 wurde er als Beisitzer in den Vorstand gewählt. Im Rat ist er nicht und hat somit auch keinen Anteil an den jüngsten Grabenkämpfen.

Willmann stellte in Aussicht, dass die entscheidende Neuwahl in Kürze auf einen Tag zwischen dem 20. und 28. September gelegt werde. Den Hut in den Ring geworfen hat er selbst bislang nicht. Ein klares Nein zum Amt war ihm beim Sommerfest jedoch nicht zu entlocken.

Der ehemalige Fraktionschef Hubert Pane spricht sich unterdessen dafür aus, dass der neue Parteichef durch seine politische Arbeit überzeugen müsse: "Der ständige Versuch von Leuten, ein Amt zu erhalten, ohne politische Arbeit zu leisten, wird scheitern."

(NGZ)