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Rommerskirchen: CDU-Streit: Vetten wirft hin

Rommerskirchen : CDU-Streit: Vetten wirft hin

Heinz-Werner Vetten, eines der dienstältesten Ratsmitglieder der CDU, hat sein Mandat niedergelegt. Er begründet seine Entscheidung mit dem Sturz von Fraktionschef Wolfgang Könen durch Stephan Kunz.

Der Sturz des CDU-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Könen durch Stephan Kunz zieht weitere Kreise: Nachdem bereits Wolfgang Könen sein Ratsmandat niedergelegt hatte, tat dies jetzt auch sein früherer Stellvertreter Heinz-Werner Vetten (57). CDU-Fraktionschef Stephan Kunz befindet sich zurzeit in Urlaub und war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Als Nachrücker auf der Reserveliste könnte für Vetten der frühere CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Martin Drees in den Rat einziehen.

Vetten verweist auf "die Umstände des Sturzes von Wolfgang Könen" als Auslöser für seinen Mandatsverzicht. "Könen hat gute Arbeit gemacht. Es bestand für mich kein Grund, ihn abzulösen. Wenn er Fehler gemacht hat, dann hat er auf Kritik reagiert", attestiert Vetten dem Ex-Fraktionschef der CDU.

Heinz-Werner Vetten hatte sich im Vorfeld der CDU-Fraktionssitzung vom 18. Juni bereiterklärt, zugunsten von Kunz auf den stellvertretenden Fraktionsvorsitz zu verzichten. Wolfgang Könen glaubte seinerzeit, eine entsprechende Absprache mit Stephan Kunz getroffen zu haben, dieser bestritt jedoch nach seiner gewonnenen Kampfkandidatur, dass es sich um eine solche gehandelt habe.

Den stellvertretenden Fraktionsvorsitz mochte Vetten neben Kunz nicht weiter ausüben. Vetten wollte sich eigentlich erst zum Ende der Wahlperiode 2014 aus dem Rat zurückziehen: "Ich habe innerhalb der CDU genügend Wechsel miterlebt, wo der eine den anderen ablöst, und das reicht jetzt", zieht er einen Schlussstrich.

Der dem Rat seit 1988 angehörende Widdeshovener zählt zu den erfahrensten Politikern der Rommerskirchener CDU: Von 1994 bis 2001 Vize-Bürgermeister, stand er bis 2007 an der Spitze der Fraktion. Nach der Kommunalwahl 2009 wurde er Stellvertreter von Könen.

Der hat "sehr gern und gut mit Heinz-Werner Vetten zusammengearbeitet". Könen würdigt Vetten als "einen ruhigen Menschen: Er ist kein Lautsprecher. Wenn er etwas sagt, hat es immer Hand und Fuß. Er war ein guter Ratgeber, den ich auch als Menschen außerordentlich schätze."

Mit Spannung erwartet wird die bald fällige Mitgliederversammlung des CDU-Gemeindeverbands. Laut Könen wird diese bis spätestens Ende September stattfinden. Dann steht fest, ob Könen weiter Parteichef der CDU bleibt.

(NGZ/rl)