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Rommerskirchen: Caritas informiert über Demenz

Rommerskirchen : Caritas informiert über Demenz

Das Caritashaus St. Elisabeth, das Netzwerk 55plus und die St. Sebastianus-Schützen aus Nettesheim-Butzheim organisieren zum "Welt-Alzheimertag" am 21. September Aktionen und Ausstellungen zum Thema Demenz.

Seit 1994 gibt es den "Welt-Alzheimertag", der am 21. September im Kalender steht. In Rommerskirchen wird er kommende Woche erstmals begangen — und zwar ganz ausführlich. Möglich machen dies das Caritas-Seniorenhaus St. Elisabeth, das Netzwerk 55plus und die St. Sebastianus-Bruderschaft Nettesheim-Butzheim.

An der "irgendwie immer auch unheimlichen Aktualität des Phänomens Alzheimer" könne kein Zweifel bestehen. Dies gelte auch für Rommerskirchen, wie Monika Pigorsch, Leitern des St. Elisabeth-Hauses, deutlich macht. Von den 80 Bewohnern des Hauses leiden 51 an einer Demenz-Erkrankung.

"Wir stellen fest, dass der Anteil der Männer im Alter von 65 bis 75 Jahren zunimmt", beschreibt Monika Pigorsch einen Trend, der momentan noch "nicht wissenschaftlich bewiesen ist". Am Welt-Alzheimertag wird im St. Elisabeth-Haus eine Ausstellung mit dem Titel "DaSein — ein neuer Blick auf die Pflege" eröffnet. Die hat das Bundesgesundheitsministerium zusammengestellt. Gezeigt werden außergewöhnliche Ausschnitte aus dem Alltag von Pflegebedürftigen.

Auch wenn deren Zahl weiter ansteigen wird, "findet das Thema Pflege in unserer Gesellschaft entschieden zu wenig Aufmerksamkeit", sagt Monika Pigorsch. Die bis zum 2. Oktober im Seniorenhaus zu sehende Ausstellung wird kommenden Mittwoch um 14.30 Uhr eröffnet. Bereits am Abend zuvor wird in Regie der St. Sebastianus-Bruderschaft ein Film zum Thema gezeigt (20. September, 18 Uhr). Gleichsam als "Scharnier" fungiert dort Klaus Ladenthin: Gerade erst für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Bruderschaft geehrt, gehört er auch zum Team des Netzwerkbüros.

Der am 20. September auf dem Programm stehende Film "Eines Tages..." mit Horst Janson und Heinrich Schafmeister erzählt in drei miteinander verbundenen Episoden vom Schicksal Demenzkranker in mehreren Stadien der Krankheit. Abgerundet wird das Angebot mit einem Tag der Offenen Tür im Seniorenhaus, der am 22. September um 11 Uhr beginnt.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Seniorenhaus und den Netzwerkern gibt es bereits seit gut zwei Jahren: Entwickelt hat sie sich aus Kursen zum Thema Demenz, die Monika Pigorsch und Beate Müller von der Caritas für Angehörige und Betroffene initiiert haben. Längst stellt das Caritashaus Gruppen des Netzwerks Räume zur Verfügung. Die betreiben dafür auf dem Heimgelände das "Wunschbüdchen": Gertrud Utsch und Marianne Weber "besorgen den Bewohnern die kleinen ,Luxusartikel', die das Leben versüßen", berichtet Pigorsch.

(NGZ/rl)