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Rommerskirchen: Caritas baut für Senioren

Rommerskirchen : Caritas baut für Senioren

Neben dem St. Elisabeth-Haus will die Caritas seniorengerechte Wohnungen bauen. Einen Investor hat sie inzwischen gefunden. Gestern gab es ein erstes Gespräch im Rathaus: Bürgermeister Glöckner sagt Unterstützung zu.

Die Pläne des Caritasverbands, gleich neben dem St. Elisabeth-Haus altengerechte Wohnungen zu bauen, konkretisieren sich zunehmend. Bei der schon seit längerem anhaltenden Suche nach einem Investor ist die Caritas inzwischen offensichtlich fündig geworden.

Als "sehr erfolgversprechend" wertet Hans-Werner Reisdorf, Chef der Caritas-Seniorendienste, jedenfalls die Gespräche mit einem Interessenten aus Westfalen. Was zusätzlich ins Gewicht fällt: "Der Investor und der Architekt verfügen bereits über Erfahrungen mit derartigen Projekten", wie Reisdorf sagt. Das Baudezernat der Gemeinde ist zumindest in den Grundzügen bereits von dem Bauvorhaben informiert.

"Marktgerechtes Angebot"

Gestern stellten die Caritas und der Investor es im Rathaus auch Bürgermeister Albert Glöckner vor. Der ist Feuer und Flamme: "Das Vorhaben der Caritas wird von der Gemeinde aktiv unterstützt und gefördert." Dem Bürgermeister zufolge "gehört es zu unseren wichtigsten Aufgaben, für Sicherheit im Alter zu sorgen. Dazu gehören auch Angebote zum altengerechten und betreuten Wohnen".

Das Projekt "Wohnen mit Service" ähnelt nach den Worten von Hans-Werner Reisdorf einem ähnlichen Vorhaben, das vor zehn Jahren letztlich wegen mangelnder Nachfrage nicht verwirklicht werden konnte. Damals sollte gleich neben dem Rathaus die Möglichkeit betreuten Wohnens geschaffen werden.

Für Hans-Werner Reisdorf ist es dagegen überaus sinnvoll, die Wohnungen in unmittelbarer Nähe zum St. Elisabeth-Haus zu bauen —bei sieben Caritas-Heimen im Kreisgebiet habe sich diese Lösung bereits bestens bewährt. Die Bewohner der neuen Häuser sollen dort so lange wie möglich selbständig leben können. Bei Bedarf könnten sie dann schrittweise die Hilfe des St. Elisabeth-Hauses in Anspruch nehmen, ohne dass damit gleich ein Umzug nötig würde.

Hans-Werner Reisdorf ist überzeugt, dass es diesmal nicht an der Nachfrage scheitern wird: "In den vergangenen Jahren gab es gerade auch aus Rommerskirchen immer wieder Anfragen aus der Bevölkerung." Damit es ein "markgerechtes Angebot wird", soll die Caritas nach Reisdorfs Worten "bei der Erstellung des Raumkonzepts mitwirken."

Nicht die Caritas hat in diesem Fall übrigens den potenziellen Investor gefunden, sondern dieser jene: Beim "Googeln" war er nämlich auf einen NGZ-Artikel vom vergangenen September gestoßen, in dem es um die anhaltende Investorensuche ging. Im Gespräch sind insgesamt bis zu 27 Wohnungen. "Wenn die Sache politisch bald positiv entschieden wird, könnten wir noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen", kündigt Hans-Werner Reisdorf an.

(NGZ/rl)