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Rommerskirchen: Calimero bleibt in Sinsteden

Rommerskirchen : Calimero bleibt in Sinsteden

Beim Tag der Offenen Tür des Wissenschaftlichen Geflügelhofs kam viel Federvieh unter den Auktions-Hammer. Dazu begeisterte ein Hühnerrennen die Zuschauer, die sich danach vom Profi übers Züchten aufklären ließen.

"Zum ersten, zum zweiten — und verkauft!" Der schwere Gummihammer beendet mit einem dumpfen Knall die Auktion, das versteigerte Hühnerpaar wechselt für 20 Euro den Besitzer. So startete gesten beim ersten Tag der offenen Tür des Wissenschaftlichen Geflügelhofs die nachmittägliche Auktion. Insgesamt 37 Hühner, Hähne, Tauben und eine Gans kamen unter den Hammer.

"Wir haben heute unsere Pforten geöffnet, damit sich auch Leute, die sonst nichts mit der Geflügelzucht zu tun haben, ein Bild von unserer Arbeit machen können", sagt Inga Tiemann, Leiterin der wissenschaftlichen Einrichtung. Darüber hinaus gehe es darum, Interessierte für das Züchten von Hühnern zu begeistern. Dafür hat sich das Team des Geflügelhofs ein abwechslungsreiches Programm einfallen lassen, natürlich alles um das Thema Geflügel: Wild angefeuert werden Speedy, Ticky und die Dicke Berta, während sie auf drei eingezäunten Rennbahnen um die Wette laufen. Fünf Meter sind zu bewältigen, am Ende der Strecke lockt ein Futternapf. "Wir dachten eigentlich, dass die Dicke Berta gewinnt, denn sie macht die größten Schritte und ist sehr verfressen", mutmaßt Mareike Fellmin, stellvertretende Leiterin des Hofs. Doch das Rennen machte das Seidenhuhn Speedy. Mit einem Körpergewicht von unter einem Kilo hat es einen entscheidenden Gewichtsvorteil gegenüber Berta, die stattliche drei Kilo auf die Waage bringt.

Direkt neben der Rennbahn ist ein grünes Feld aufgebaut, das in acht Quadrate unterteilt ist. In jedem steht ein Buchstabe, von A bis H. Beim Hühnerhaufenlotto tippen die Besucher, auf welches Feld das Huhn als erstes seine Hinterlassenschaften ablässt. Schon nach 30 Sekunden ist das erste Spiel vorbei. Michael von Lüttwitz hat erfolgreich auf Feld G gesetzt — zur Belohnung gibt es eine Cola gratis.

Am Tag der offenen Tür gibt es natürlich auch viele Infos rund um die Geflügelzucht. Der Geflügelwirtschaftsverband Nordrhein-Westfalen will an seinem Stand darauf aufmerksam machen, dass die Verbraucher auf die Herkunft der Eier achten sollten. Also werden gekochte Eier mit der Aufschrift: "Augen auf beim Eierkauf" verteilt. Johannes und Marlene sind ganz begeistert und stecken sich direkt ein halbes Dutzend davon ein. Sie sind mit ihren Eltern gekommen, die fest vorhaben, ein Huhn zu kaufen.

An diesem Tag wechseln zahlreiche Hühner, Tauben und frisch geschlüpfte Küken den Besitzer — nur einer bleibt: Calimero. Niemand wollte den Ohiki-Hahn ersteigern. Trotzdem wird er weiter angeboten — im Internet.

(NGZ)