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Rommerskirchen: Bund bewilligt B 477n

Rommerskirchen : Bund bewilligt B 477n

Die Verwirklichung der B 477n rückt näher. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat die Linienführung der Umgehungsstraße genehmigt. Das verkündete Bürgermeister Albert Glöckner Donnerstag im Rat.

Donnerstagabend konnte Bürgermeister Albert Glöckner den Ratsmitgliedern eine gute Nachricht verkünden: "Die Gemeinde hat heute Morgen eine mündliche Mitteilung von Straßen NRW erhalten, dass das Bundesverkehrsministerium die Lienienführung der B 477n wie beantragt genehmigt hat." Der Erlass von Minister Peter Ramsauer wird in wenigen Tagen erwartet. Damit ist eine wichtige Hürde für die Verwirklichung der Umgehungsstraße genommen. Liegt die Billigung der Linienführung durch den Bund vor, kann das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden: In dem haben auch die Bürger noch einmal das Wort — womöglich schon 2013.

Der schriftliche — und damit endgültige — Bescheid steht noch aus: Dennoch gibt es eine mündliche Zusage aus dem Bundesverkehrsministerium, wonach dieses die Linienführung für die Umgehungsstraße B 477n gebilligt hat. Die Umgehungsstraße hat Rat und Verwaltung in den vergangenen zwölf Monaten ebenso wie das zweite Teilstück der B 59n wie kaum ein anderes Thema beschäftigt.

Nachdem das NRW-Verkehrsministerium vor fast auf den Tag genau einem Jahr neue Prioritäten beim Straßenbau gesetzt hatte, sah es zunächst düster für beide Umgehungen aus. Erst im Februar stand fest, dass die B 477n wie vorgesehen in einem Rutsch, und nicht in zwei Teilstücken weiter geplant werden kann. Im März gelang es nach einem Gespräch von Albert Glöckner mit dem damaligen NRW-Minister Harry K. Voigtsberger den vor September 2011 bestehenden Status quo wiederherzustellen. Beide Straßen können programmgemäß zu Ende geplant werden.

Die Entscheidung, ob und wann gebaut werden kann, hängt von den Bundes- und Landesfinanzen ab. In jedem Fall wäre nach Abschluss der Planungen für beide Straßen auf zehn Jahre hinaus das Baurecht gesichert.

2009 hatte die Bundesregierung die so genannte "Bunkerlinie" gebilligt, mit der auch die Bürgerinitiative "Pro Natur und Heimat" leben kann — auch wenn sie für weitere Lärmschutzmaßnahmen eintritt. 2010 fand eine erste Bürgerbeteiligung große Resonanz. Der — heute hier kaum noch existierende — Feldhamster hatte die Verlegung der Route "erzwungen": Waren alle Beteiligten bei der jahrelangen Diskussion um die B 477n stets davon ausgegangen, dies würde entlang des Butzheimer Bruchs führen, machte der unversehens dort entdeckte Nager eine Verlegung der Trasse in Richtung Bahndamm nötig — was die Initiative "Pro Natur und Heimat" auf den Plan rief.

Inzwischen hat der Feldhamster offensichtlich seine Schuldigkeit getan, Naturschützer beklagen mittlerweile ein Desinteresse der Landwirte am streng geschützten Nager.

(NGZ/ac)