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Rommerskirchen: Bürgermeister-Wahl: CDU für Willmann

Rommerskirchen : Bürgermeister-Wahl: CDU für Willmann

Auf Gut Hermeshof entschied sich die CDU gestern erwartungsgemäß für Michael Willmann als Bürgermeister-Kandidat. CDU-Kreisvorsitzender Lienenkämper und Landrat Petrauschke zählten zu den ersten Gratulanten.

Ob nun schon in einem Jahr oder womöglich erst 2015 ein neuer Bürgermeister gewählt wird: Die Rommerskirchener CDU geht mit ihrem Parteivorsitzenden Michael Willmann in den Wahlkampf. Bei seiner Nominierung entfielen gestern Abend auf Gut Hermeshof in Eckum 37 Ja-Stimmen auf Willmann — lediglich ein Mitglied votierte gegen ihn. Unmittelbar nach seiner Nominierung zählten Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und sein Stellvertreter Jürgen Steinmetz zu den ersten Gratulanten.

In seiner Antrittsrede sprach sich der CDU-Bürgermeister-Kandidat für "ein neues Konzept" zur Sanierung der Gemeindefinanzen aus. (Gewerbe-)Grundstücke zu verkaufen, um den Haushalt zu retten, sei auf Dauer keine praktikable Lösung, betonte Willmann angesichts zur Neige gehender Grundstücksreserven. Ihm zufolge sollte verstärkt um Unternehmen geworben werden, "die wenig Fläche brauchen und viel Gewerbesteuer zahlen." Neue Konzepte zu entwerfen, sei "ein langer und schwieriger Weg, und man wird auch auf Widerstände treffen", sagte der CDU-Kandidat.

In der seit Wochen anhaltenden Diskussion um Kinderspielplätze verteidigte er den Kurs der Union: "Wir sind nicht gegen den Verkauf von Grundstücken, aber man kann nicht die Bevölkerung dumm halten und irgendetwas verkaufen", sagte Michael Willmann. Die CDU habe hier Öffentlichkeit hergestellt, wobei Lösungen gefunden worden seien, "die den Bürgern erheblich entgegen gekommen sind", so ihr Bürgermeisterkandidat. Die CDU sieht Willmann nach den heftigen Auseinandersetzungen insbesondere des vergangenen Jahres wieder auf einem guten Weg: "Man kann wirklich davon sprechen, dass wir als Team arbeiten", wobei im Vorstand zum Teil "auf sehr hohem Niveau" diskutiert werde. Zu den erzielten Veränderungen gehöre auch, dass die CDU "präsent sein muss." Dies wird allein in diesem Monat noch zwei Mal der Fall sein: Nach dem Familienlauf der Union am 24. Mai steht bereits am 27. Mai ein CDU-Themenabend auf dem Programm, bei dem sich die Christdemokraten mit der von der UNO geforderten Inklusion behinderter Kinder in reguläre Schulen beschäftigen wollen.

Hohes Lob zollte CDU-Kreisvorsitzender Lutz Lienenkämper: Die "Führungs- und Moderationsaufgaben", die Willmann nach seiner Wahl im Oktober 2012 übernahm, habe er "erfolgreich gemeistert", sagte der CDU-Landtagsabgeordnete. Die CDU habe unter Willmanns Führung wieder zu "einer gut wahrnehmbaren Position gefunden", so Lienenkämper.

Ein besonderes Plus von Michael Willmann sind laut Lienenkämper drei abgeschlossene Berufsausbildungen: Der heutige Gymnasiallehrer Willmann (45) war zunächst im Polizeidienst tätig, arbeitete dann als Diplom-Verwaltungswirt bei der Stadt Neuss, ehe er ein Lehramtsstudium für die Fächer Französisch und Sport absolvierte.

In der Diskussion spielte auch das Thema Bahnhof eine Rolle: Michael Willmann warf der Verwaltung vor, hier bisher nur "halbherzig agiert" zu haben und vermisste die nötige Transparenz. Die Gemeinde habe "eine hohe Lebensqualität", doch muss dies dem CDU-Bürgermeisterkandidaten zufolge nicht heißen, dass "man sie nicht noch weiter steigern kann."

(NGZ/rl)