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Neujahrsempfang in Rommerskirchen: Bürgermeister Mertens will bisherigen Kurs fortsetzen

Neujahrsempfang in Rommerskirchen : Bürgermeister Mertens will bisherigen Kurs fortsetzen

Der Bürgermeister nannte beim Neujahrsempfang der Gemeinde in der Schützenhalle Anstel die Schwerpunkte für dieses Jahr: mehr Ansiedlungen, weitere Baugebiete und mehr Einwohner.

Viele Gäste aus dem öffentlichen Leben gaben sich gestern beim Neujahrsempfang der Gemeinde ein Stelldichein. Bürgermeister Martin Mertens konnte in der Ansteler Schützenhalle neben Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und der CDU Landtagsabgeordneten Heike Troles auch die Europaabgeordnete Peter Kammerevert (SPD) Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sowie etliche Bürgermeisterkollegen willkommen heißen. Erstmals mit von der Partie war auch Meik Schirpenbach, neuer leitender Pfarrer der fünf katholischen Gemeinden am Gillbach.

Die Gemeinde Rommerskirchen angesichts aktueller Zahlen und Umfragen ins gebührene Licht zu stellen, fiel dem Bürgermeister nicht schwer: Eine Beschäftigtenquote "auf Rekordniveau" sowie "gut gefüllte Auftragsbücher" der Unternehmen sind die eine Seite der Medaille. Eine stabile Steuer- und Gebührenlast die andere, wobei erstmals seit 1975 auch Schulden abgebaut würden, wie Mertens sagte. Damit nicht genug: Im brandaktuellen Ranking des Magazins "Focus Money" wird nicht nur der Rhein-Kreis Neuss als wirtschaftsstärkste Landkreis in NRW bewertet: "Was Beschäftigung und Produktivität, Arbeitslosenquote und Bevölkerungswachstum betrifft", liege Rommerskirchen innerhalb des Kreises ganz vorn. Rommerskirchen gehöre damit deutschlandweit "zu den 100-Top-Kommunen", sagte der Bürgermeister.

Für Martin Mertens sind all diese guten Zeugnisse "ein Anreiz, uns weiter ins Zeug zu legen, um noch besser zu werden." Seit Sommer 2014 sei es gelungen, 30 weitere mittelständische Unternehmen in der Gemeinde anzusiedeln, die insgesamt über 500 neue Arbeitsplätze geschaffen hätten, sagte Mertens. Er kündigte an, diesen Kurs fortzusetzen und damit fortzufahren, "durch aktive Wirtschaftsförderung unsere heimische Wirtschaft stark zu halten." 2018 sollen 70 weitere Arbeitsplätze hinzu kommen.

Ein Schwerpunkt der Politik werde weiterhin auf "einer guten Bildung und Betreuung" der Kinder liegen, betonte Mertens. "Deshalb bin ich froh, dass unsere Finanzlage es erlaubt, weitere Erzieherinnen einzustellen und zwei unserer Kitas auszubauen", sagte der Rathauschef.

Fortgesetzt werden soll auch die Ansiedlungspolitik: "In den kommenden Monaten" werde sich "das Bahnhofsviertel in Eckum weiter zum Positiven wandeln und vielen Menschen eine neue Heimat bieten", kündigte Mertens an. Zudem würden im Laufe des Jahres in Deelen und in Evinghoven zwei neue Baugebiete für junge Familien entstehen. Einen weiteren Schwerpunkt soll nach Angaben des Verwaltungschefs der Öffentliche Personennahverkehr bilden: Per Bus ins Gemeindezentrum oder zum Bahnhof zu gelangen, soll künftig auch für (ältere) Einwohner Ramraths und Villaus ohne Umstieg möglich sein, sagte Mertens.

Die Ehrengabe der Gemeinde ging diesmal an Pfarrer i. E. Hans-Günter Schönen, Adelheid Ladenthin von der Schwimmgemeinschaft Rommerskirchen sowie an Theo Paschen (CDU), der im Herbst aus dem Rat ausgeschieden war.

(NGZ)