Rommerskirchen: Bürgermeister kämpft für Ortsumgehung

Rommerskirchen : Bürgermeister kämpft für Ortsumgehung

Die gesunkene Priorität für die Umgehungsstraße B 59n sorgt bei den Politikern im Rommerkirchener Rat einhellig für Enttäuschung: Zumindest Unklarheit herrscht derzeit noch, was das weitere Geschick der Umgehungsstraße B 477n betrifft, die von Rommerskirchen über Butzheim, Nettesheim, Frixheim nach Anstel führen soll.

"Redaktionelle Unschärfe"

In der neuen Priorisierungsliste des Landes wird dieses Projekt in zwei Etappen aufgeführt: Für die Ortsumgehung Butzheim/Frixheim heißt es dort "nach Abschluss der Planungsstufe nachrangig planen", während eine Ortsumgehung Rommerskirchens mit dem Vermerk "vorrangig planen" genannt wird. Bürgermeister Albert Glöckner verwies jetzt im Rat darauf, dass sich die Experten darüber einig seien, dass die B477 nicht in zwei Stufen, sondern nur in einem Zug verwirklicht werden könne. Die bisherige Planung jedenfalls sehe nur eine einzige, nicht teilbare Strecke vor.

Mit dem Landesbetrieb Straßenbau hat der Bürgermeister inzwischen Kontakt aufgenommen: Die Behörde wertet die Formulierungen der NRW-Priorisierungsliste als "redaktionelle Unschärfe", berichtete der Bürgermeister jetzt erneut. Der Landesbetrieb jedenfalls gehe davon aus, dass die Einstufung als "vorrangig" sich auf das gesamte Projekt beziehe. Auf Anfrage von Gerhard Heyner (CDU) erklärte der Bürgermeister, dass ihm der Standpunkt des Landesbetriebs bislang nur mündlich mitgeteilt worden sei.

Nach dem 2010 erfolgten Linienbestimmungsverfahren, bei dem die Trasse im Maßstab 1:5000 geplant worden war, arbeitete der Landesbetrieb seither an dem Vorentwurf, der schon deutlich konkreter, nämlich im Maßstab 1:1000 geplant wird. Bislang rechneten die Verantwortlichen stets damit, dass dieser 2012 fertig sein und nach der Bürgerbeteiligung vom Frühjahr 2010 dann erneut öffentlich präsentiert werden würde.

(NGZ)
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