Rommerskirchen: Bürgermeister gibt Garantie für Sonnenbad

Rommerskirchen: Bürgermeister gibt Garantie für Sonnenbad

Der geringfügige Überschuss soll dem Schuldenabbau zugute kommen. Bürgermeister Martin Mertens und Kämmerer Bernd Sauer hoffen auf ein reales Sinken der Kreisumlage. Am Sonnenbad hält die Gemeinde fest.

Für 2018 kann die Gemeinde erneut einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vorlegen, der wie im vergangenen Jahr einen - wenn auch diesmal kleineren - Überschuss aufweist. Der soll zur Verringerung der Altschulden verwendet werden, wie Bürgermeister Martin Mertens und Kämmerer Bernd Sauer gestern bei der Einbringung des Etatentwurfs im Rat deutlich machten. In finanzieller Hinsicht bleibt das Sonnenbad am Nettesheimer Weg ein Klotz am Bein, den die Gemeinde jedoch weiterhin gern tragen will. Bei etwa 300.000 Euro hat sich das jährliche Defizit im Schnitt eingependelt. Noch in diesem Jahr soll damit begonnen werden, das Bad mit einem neuen Hubboden auszustatten. Die Kosten betragen voraussichtlich 80.000 Euro. "So lange ich Bürgermeister bin, wird das Bad nicht geschlossen", bekräftigte Martin Mertens den politischen Konsens zwischen den Parteien, am Erhalt des Bads festzuhalten. Dies sei insbesondere im Interesse sowohl der Kinder, als auch der älteren Mitbürger. Bernd Sauer verwies auf die Nachbarkommunen Pulheim, Bergheim, Bedburg und Grevenbroich, deren Bürger das Sonnenbad mangels heimischer Alternativen gern nutzten.

Der Kämmerer hat im März 2018 das letzte Wort, wenn über den neuen Haushalt zu entscheiden ist. Ordentlichen Erträgen in Höhe von etwas über 32 Millionen stehen ebensolche Aufwendungen in Höhe von 32 Millionen Euro gegenüber. Der Überschuss liegt bei 27.800 Euro. Die Hoffnung von Mertens und Sauer gilt einer möglichen Senkung der Kreisumlage, nachdem auch der Landschaftsverband Rheinland seine von den Kreisen erhobene Umlage senken will. Selbst wenn die Kreisumlage nicht sinken sollte, an der Grundaussage des durch den Überschuss mehr als nur ausgeglichenen Haushalts wird sich bis zur Ratsentscheidung in gut einem Vierteljahr nichts mehr ändern, wie Bernd Sauer gestern auf Nachfrage sagte. Dass die prozentual gesunkene, de facto jedoch für Rommerskirchen um mehr als 600.000 Euro gestiegene Kreisumlage aufgefangen werden konnte, ist Sauer zufolge durch Sparanstrengungen der Gemeinde gelungen, die durchaus nach dem Rasenmäherprinzip vorgenommen worden seien. Martin Mertens mochte es weniger als Kritik am Kreis, sondern lieber als "einen Systemfehler" werten, "dass Umlageverbände immer sehr frei mit dem Geld umgehen, das sie von den Kommunen einnehmen". Zielsetzung der Gemeinde bleibt es unverändert, bis 2020 Schulden abzubauen. Mertens bekannte, "konservativ in der Finanzpolitik" zu sein.

  • Rommerskirchen : Rettungswache - Mertens attackiert Kreis

Freuen kann sich 2018 die Freiwillige Feuerwehr: Für den Löschzug Rommerskirchen wird die Gemeinde auf der Basis des 2016 vom Rat beschlossenen Brandschutzbedarfsplans einen neuen Tanklaster TLF 3000 anschaffen. Kostenpunkt: 300.000 Euro. Gleichfalls eine erfreuliche Nachricht: 2018 wollen sich nach den Worten von Wirtschaftsförderin Bele Hoppe sechs neue Unternehmen ansiedeln, die über insgesamt 70 Arbeitsplätze verfügen.

(NGZ)