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Bürger in Rommerskirchen zahlen viel fürs Abwasser

Gebühren im Vergleich : Rommerskirchener zahlen viel fürs Abwasser

Die Gemeinde ist die teuerste Kommune im Rhein-Kreis Neuss. Das geht aus der aktuellen Erhebung des Bundes der Steuerzahler hervor.

Ein Musterhaushalt – der Steuerzahlerbund legt dafür vier Personen zugrunde mit einem Verbrauch von 200 Kubikmetern Frischwasser und 130 Quadratmetern abflusswirksame Fläche beim Niederschlagswasser – muss demnach in diesem Jahr in der Gemeinde 967 Euro berappen. Das ist im Rhein-Kreis Neuss die höchste Summe. Zum Vergleich: In Kaarst, der günstigsten Stadt, sind es 506,80 Euro, in Dormagen 562,70 Euro, in Grevenbroich 812,70 Euro. Ein Musterhaushalt in Jüchen wird mit 751,10 Euro zur Kasse gebeten, in Korschenbroich mit 755,50 Euro, in Meerbusch mit 580,80 Euro und in Neuss mit 746,80 Euro. Der Kreisdurchschnitt liegt bei 726,49 Euro, hat der BdSt ausgerechnet.

Etwas besser im Vergleich der nordrhein-westfälischen Kommunen steht Rommerskirchen bei den Abfallgebühren für den Restmüll da. Rommerskirchen fällt bei der Erhebung des BdSt in die Kategorie der Städte und Gemeinden mit vierwöchentlicher Abfuhr des Restmülls. Der Musterhaushalt sieht in diesem Bereich so aus: 4-Personen-Haushalt mit 120 Liter Restmüllbehälter im 4-wöchentlichen Abfuhrrhythmus; 120 Liter Bioabfallbehälter im 14-täglichen Abfuhrrhythmus, Papierabfall in haushaltsüblicher Menge. In der Gemeinde werden für einen solchen Haushalt im Jahr 195,5 Euro an Abfallgebühren fällig. Damit liegt sie ziemlich in der Mitte zwischen der in diesem Bereich teuersten Kommune, der Blütenstadt Leichlingen mit 327,02 Jahresgebühr, und der günstigsten, Kall mit 106 Euro Jahresgebühr.

In der Kategorie 60 Liter Restmülltonne/vierwöchentliche Abfuhr sind in Rommerskirchen jährlich 103,75 Euro zu zahlen, bei einer 80 Liter-Tonne im vierwöchentlichen Abfuhrrythmus 149,06 Euro, und bei einem 240-Liter-Gefäß sind es 370,87 Euro.