Rommerskirchen: Brücken bauen wie da Vinci

Rommerskirchen : Brücken bauen wie da Vinci

120 Jungen und Mädchen sind bei der Ortsranderholung in Rommerskirchen mit von der Partie. Für Abwechslung sorgen die Erlebnispädagogen von "hoch3". Morgen feiern die Kinder ab 14 Uhr Abschlussparty mit den Eltern.

Nachdem die Ortsranderholung 2011 mit 185 teilnehmenden Kindern sämtliche Rekorde gebrochen hat, erreicht sie diesmal wieder "Normalmaß": 120 Jungen und Mädchen tummeln sich noch bis morgen auf dem Gelände der Gillbachschule und ihres Umfelds.

"Starke Kids bauen Brücken", heißt das Motto. "Wir haben acht Workshops eingerichtet, an denen jeweils 15 Kinder teilnehmen. Bis Donnerstag wird jedes Kind bei zwei Workshops mitmachen", erzählt Martina Hoschek, die Leiterin des Jugendhauses "Just in", die auch für die Ortsranderholung zuständig ist. Während Kinder von sechs bis 14 Jahren teilnehmen könnten, reduziert sich deren Kreis diesmal vor allem auf die Jüngeren: "13- oder 14-Jährige haben wir so gut wie gar nicht dabei", sagt Martina Hoschek.

Für die Gestaltung des Programms sorgt "hoch 3". Das Team von Erlebnispädagogen um Thomas Sablotny hat einen abwechslungsreichen Parcours gestaltet, bei dem es ums buchstäbliche Brückenbauen ebenso geht wie um "Land-Art", Geocaching oder das "Monkey-Climbing". Die neunjährige Dorothee aus Frixheim und ihre Schwester Katharina sind besonders angetan vom Geocaching, aber auch vom Sinnespfad, auf dem die Kinder unter anderem mit verbundenen Augen unterwegs sind und das Umfeld ertasten.

Die jungen Brückenbauer greifen auf die Erkenntnisse eines bekannten Ahnherrn zurück, wie Andreas Bendt deutlich macht, der gemeinsam mit Kathrin Zajfert die Ortsranderholung für das Kreisjugendamt begleitet. Gebaut werden nämlich sogenannte Leonardo-Brücken, deren Konstruktionsprinzip einst Leonardo da Vinci dokumentiert hat: Verschiedene Bauteile stützen sich dabei durch geschickte Verschränkungen gegenseitig, ohne dass es weiterer Hilfsmittel bedürfte.

Bei der Land-Art kommt die Fantasie zum Zuge: Aus allem, was die Kinder unter anderem im Wäldchen neben der Schule finden, entstehen große Bilder und Plastiken. Der Bauspielplatz, sonst die Attraktion schlechthin, fehlt diesmal. Was die Kinder gelernt haben, werden sie morgen bei der Abschlussparty ihren Eltern demonstrieren.

Wie 2011 haben die erprobten "Teamer" des Jugendhauses "Just in" auch diesmal Unterstützung. Die Mitarbeiterinnen des Offenen Ganztags sind ebenso dabei wie Ehrenamtler des Butzheimer Jugendhauses "GIL'ty". Auch im kommenden Jahr wird sich das Kreisjugendamt wieder an vorderster Front engagieren, wobei das Programm "Starke Kids" dann sehr wahrscheinlich erstmals in Frixheim angeboten wird.

(NGZ/rl)
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