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Rommerskirchen: "Bläck Fööss" bei jecken Wievern

Rommerskirchen : "Bläck Fööss" bei jecken Wievern

Nicht allein die "Bläck Fööss" sorgten dafür, dass die "Mädchensitzung" der Karnevalsgesellschaft "Rut-Wieß" zum regelrechten Tanzmarathon wurde. Bis Sonntag rechnen die Jecken mit 2500 Besuchern beim Sitzungskarneval.

Die Programm-Regie der Karnevalsgesellschaft "Rut-Wieß" Rommerskirchen weiß es aus langjähriger Erfahrung: Die "Mädchensitzung" wird schnell zur Tanzparty, Wortbeiträge haben da kaum eine Chance. Damit die vielen hundert "jecke Wiever" im "Gillbach-Gürzenich" zumindest zeitweise eine ruhigere Gangart einlegen, bedarf es schon der besten Redner, die der Kölner Karneval zu bieten hat: Bei der Premiere verfügten Diakon Willibert Pauels und Guido Cantz jedenfalls dank ihres flinken Mundwerks über die nötige Autorität, sich in dem brodelnden Hexenkessel Gehör zu verschaffen.

Bei der zweiten Sitzung am Freitag wird es neben Cantz sicher auch "Blötschkopp" Marc Metzger gelingen, sich die ungeteilte Aufmerksamkeit der tanzwütigen Damen zu sichern. Unter dem Vorsitz von Margret Velder ging das sechsstündige Non-Stopp-Programm ohne jegliche Pause wie im Flug vorbei.

Ein "Eisbrecher" in der Bütt war nicht nötig: Die "Bläck Fööss" trieben das Stimmungsbarometer gebührend in die Höhe. Ebenso wie die "Räuber" – die mussten auf die frenetisch geforderte Zugabe verzichten –, war die Kölner Kultband im Akkordeinsatz: Aus der Domstadt an den Gillbach gereist, ging es für die "Fööss" gleich zurück nach Köln, um anschließend für einen "ökumenischen" Auftritt in Düsseldorf zu gastieren.

Für Tanzeinlagen auf der Bühne sorgten die "Flotte Gillbach Müüss" und die Kölner "Luftflotte", während "Rabaue" und "Brings" ebenso wie die "Domstürmer" zum Tanzen animierten.

Begeistert von der überbordenden Stimmung bei der gleichwohl überaus diszipliniert verlaufenden Frauensitzung zeigte sich Matthias Schlömer: Er führt am Samstag durch die Herrensitzung, wo ein deutlich härteres Brot auf ihn wartet. Nachdem die Jecken 2011 erstmals zwei "Mädchensitzungen" angeboten hatten, wird es auch künftig dabei bleiben, wie Rut-Wieß-Präsident Jürgen Schulz deutlich macht: "Wir konnten leider auch diesmal nicht alle Kartenwünsche erfüllen." Inklusive der Kindersitzung kommenden Sonntag dürften es nach Schätzung von Matthias Schlömer wieder "gut 2500 Jecken" sein, die den "rut-wießen" Sitzungskarneval mitfeiern. Wem der Auftritt von "Brings" übrigens zu kurz war, kann sich am 6. Juni auf ein langes Konzert freuen.

Ist diese Woche vorbei, können sich die Rommerskirchener Jecken ganz den "tollen Tagen" selbst widmen. Zugleiter Ralph Konitzer rechnet damit, dass beim Karnevalszug am 19. Februar bis zu 35 Fußgruppen und Wagen dabei sein werden. Dass es etwas weniger sein werden als gewohnt, führt Konitzer auf die verschärften Auflagen zurück, die doch für eine "gewisse Verunsicherung" bei den Karnevalisten gesorgt hätten.

(NGZ)