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Rommerskirchen: Bischof will Kommunikation verbessern

Rommerskirchen : Bischof will Kommunikation verbessern

Das Treffen mit den Mitgliedern des Kirchengemeindeverbandes beschloss den Besuch von Dominikus Schwaderlapp im Seelsorgebereich Rommerskirchen-Gilbach. Ein Ergebnis der Visitation: Der Gast ermunterte zu direktem Kontakt.

Die katholischen Christen im Seelsorgebereich Rommerskirchen-Gilbach sind in den vergangenen Monaten mit einigen Nachrichten konfrontiert worden, die sie schmerzlich treffen. Und die Umstrukturierungen, die sich nach dem im Sommer bevorstehenden Abschied von Monsignore Franz Josef Freericks auch auf die Zahl der Sonntagsmessen und die der Seelsorger (jeweils weniger) auswirken werden, werden auch nach der Visitation von Weihbischof Dominikus Schwaderlapp in den vergangenen beiden Wochen sicher nicht zurückgenommen. Dennoch wirkte Schwaderlapps Besuch "ermunternd und aufmunternd", wie Matthias Schlömer vom Kirchenvorstand resümierte.

Schlömer hatte am Wochenende an dem abschließenden Gespräch teilgenommen, das der Weihbischof mit rund 25 Mitgliedern des Kirchengemeindeverbandes im Pfarrheim an St. Martinus Nettesheim geführt hatte. Dabei waren auch Probleme angesprochen worden. Zum Beispiel das der mitunter schwierigen Kommunikation mit dem Generalvikariat des Kölner Erzbistums. "Manchmal ist es für uns als ehrenamtliche Laien nicht einfach, von den Beschäftigten dort Antworten zu bekommen", sagte Schlömer. Umso unkomplizierter reagierte der Weihbischof. Die Rommerskirchener hätten seine Aufforderung mitgenommen, keine Scheu zu haben, ihn bei Sorgen und Nöten oder bei Kommunikationshürden direkt anzusprechen, erzählte Schlömer.

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Grundsätzlich sei nach seinem Empfinden das Miteinander von Gemeinden und Weihbischof deutlich besser geworden als bei den Visitationen zuvor. Schwaderlapp wolle seine Eindrücke nun erst einmal sacken lassen, berichtete der Kirchenvorstand. Auf jeden Fall stärkte der Bischof den Rommerskirchenern den Rücken in ihrem Bemühen, die Vorbereitungen auf Erstkommunion und Firmung mit neuen Konzepten etwas anders zu gestalten, als dies früher üblich war. Wie das aussieht und welche Entwicklungen es sonst noch im Seelsorgebereich Rommerskirchen-Gilbach gibt, hatte er sich wie schon an den Tagen zuvor auch ausführlich beim Abschlusstreffen schildern lassen, um sich ein umfassendes Bild verschaffen zu können. Die Frage nach der Zukunft der Gemeinden am Gilbach habe bei allen Begegnungen eine Rolle gespielt, hatte Monsignore Franz Josef Freericks schon am vergangenen Mittwoch im Gespräch mit unserer Redaktion festgestellt. Nichtsdestotrotz "müssen wir den weiteren Weg ein Stück weit selber gehen und vor allem Eigeninitiative entwickeln", weiß Matthias Schlömer. Einfach anfangen sei das Gebot der Stunde; dass dabei Fehler gemacht würden, gehöre dazu. "Wir dürfen innerhalb der Pfarrgemeinden nicht aufgeben. Es ist nun einmal so, dass die Priesterzahlen stark zurückgehen. Aber gemeinsam ist man stark."

Für diese Erkenntnis freilich bedürfe es keiner Visitation, urteilte der Kirchenvorstand: "Wenn wir nicht den Mut zu einem aktiven Gemeindeleben hätten, dann wären wir doch verraten und verkauft."

(NGZ)