Bezirksverband Nettesheim: Horremer Prinzessin nutzte letzte Chance

Bezirksverband Nettesheim der Schützen : Horremer Prinzessin nutzte letzte Chance

Marietta Barabas, Johannes May und Tim Becker sind die Nachwuchstregenten des Bezirks Nettesheim.

Sie war die einzige Frau im Wettbewerb, was auch die Motivation von Marietta Barabas leicht erklärt: „Ich wollte die Jungs nicht gewinnen lassen“, meinte die neue Nettesheimer Bezirksjungschützenprinzessin lächelnd, nachdem sie mit dem 69. Schuss ihren Triumph besiegelt hatte. Zudem war es „meine letzte Chance“, wie die 23-Jährige mit Blick auf die 2020 greifende Altersgrenze im Jugendbereich sagte.

Seit gut vier Jahren erst beschäftigt sich Marietta Barabas mit dem Schießen: Ihre Bruderschaftslaufbahn startete sie bei der Frixheimer St.-Sebastianus-Bruderschaft mit dem Fahenschwenken, ehe sie zur Horremer St.-Hubertus-Schützenbruderschaft wechselte. Mittlerweile gehört sie auch dem Lehrstab der Diözesan-Fahnenschwenker an. In Frixheim hätte Marietta Barabas, die zurzeit eine Ausbildung zur Vermessungstechnikerin absolviert, denn auch beinahe einen Doppelsieg feiern können, trat sie doch auch bei den Fahnenschwenkerinnen an, wo sie in der Klasse B 1 den zweiten Platz holte.

An Entschlossenheit, den Sieg zu holen, ließ es auch der 14 Jahre alte Bezirks-Schülerprinz Johannes May von der Strabeger St.-Hubertus-Bruderschaft nicht vermissen. „Ich mache das“, hatte der Spross einer Straberger Schützen-Dynastie zuvor seinem Opa versprochen. Aus einem durchaus begründeten Anlass, denn Fritz May war vor 50 Jahren Nettesheimer Bezirkskönig. Der neue Schülerprinz besucht die Realschule Hackenbroich und ist bereits seit neun Jahren bei den Schützen aktiv. In seiner Freizeit widmet er sich dem Gitarrespielen ebenso gern wie dem Fotografieren. Zudem ist er sehr an Politik interessiert.

Mit Pfeil und Bogen ermittelten die jüngsten Schützen den Edelknabenkönig: Tim Becker von der St.-Hubertus-Bruderschaft Hackenbroich/Hackhausen hatte die Nase vorn. Der neunjährige Grundschüler wird zum Leibniz-Gymnasium wechseln, unternimmt gern Dinge mit den heimischen Edelknaben. Zudem ist er oft mit dem Fahrrad unterwegs.

Auch bei den Mannschaftswettbewerben behielten die Bruderschaften aus Hackenbroich, Straberg und Horrem die Oberhand gegenüber denen aus Rommerskirchen. Lediglich Jürgen Schmitz und Stefan Esser (beide von der St.-Sebastianus-Bruderschaft Nettesheim-Butzheim) konnten die Wettbewerbe der ehemaligen Bezirksprinzen und der früheren Edelknabenkönige gewinnen. Der Bezirksjungschützenpokal ging ebenso wie der Schülerpokal an das Horremer Team. Beste Einzelschützen waren bei den Jungschützen Henrik Grabowski und bei den Schülern Fiona Sophie Warda (beide aus Horrem). Bei den Edelknaben gewann das Team aus Hackenbroic/Hackhausen, das mit Steffen Hüsgen auch den besten Einzelschützen stellte.

An Lob für die Frixheimer Gastgeber ließen es die Verantwortlichen nicht fehlen: „Es war eine tolle Veranstaltung“, sagte Bezirksjungschützmeister Frank Janssen, dem zufolge sich gut 350 Besucher auf dem Gelände des Frixheimer Schützenhauses eingefunden hatten. Ebenso sah es Diözesan- und Bezirksbundesmeister Wolfgang Kuck, der „die hervorragende Organisation“ in Frixheim würdigte. Matthias Schlömer, Präsident der dortigen St.-Sebastianus-Bruderschaft dankte nicht zuletzt Schießmeister Ivo Biermann und seinem Stellvertreter Markus Heinrichs für den reibungslosen Ablauf der Schießwettbewerbe.

Mehr von RP ONLINE