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Rommerskirchen: Benefizkonzert für Haflinger

Rommerskirchen : Benefizkonzert für Haflinger

Das hochkarätig besetzte Benefizkonzert in der Knechtstedener Theaterscheune hätte mehr Besucher verdient gehabt. Organisator Willi Wilden von den "3 Colonias" ist dennoch zufrieden: "Die Leute hatten viel Spaß."

Anstel/Knechtsteden Die siebenjährige Lena und der elf Jahre alte Niklas waren die jüngsten Akteure beim Benefizkonzert für die Haflinger des Ziegelhofs: Per Facebook hatten sie Wind von dem Event in der Theaterscheune bekommen und sich bei Organisator Willi Wilden gemeldet: Der Frontmann der "3 Colonias" ließ sich von den beiden im Alsdorfer Karneval aktiven Kindern eine CD schicken und gab grünes Licht. Der stürmische Applaus für die beiden bühnenerfahrenen Stimmungskanonen sollte ihm recht geben – für das Publikum war es jedenfalls die richtige Einstimmung für ein fast fünf Stunden dauerndes Konzert.

Die Vermutung, dass es sich um harte Arbeit gehandelt haben könnte, ließ Willi Wilden zu keinem Zeitpunkt aufkommen: Bestens gelaunt war er sowohl als Moderator als auch im Terzett mit den beiden anderen "Colonias" Dieter Steudter und Frank Morawa nahezu permanent auf der Bühne präsent. Der für Wilden selbst "emotionalste Auftritt" war die gemeinsame Einlage mir Peter Schütten von den "Bläck Fööss". Die "Vürjebirchsrebelle", bei denen Wildens Sohn Marco und sein Neffe Heinz-Willi mitwirken, heizten den Gästen in der Theaterscheune richtig ein. Die "Flotten Gillbach Müüs" der Karnevalgesellschaft Rut-Wieß hatten ihre Unterstützung der Benefizaktion schon vor einigen Wochen zugesagt. Mit Daniela Tannenbaum und Clara Brantner waren auch "Willis wilde Weiber" mit dabei: Gemeinsam mit ihnen hat Wilden etliche Auftritte während der Weihnachtszeit absolviert. Begeistert zeigte sich Gerda Lesemann vom Ziegelhof von der Solidaritätsaktion: "Es hätten schon mehr sein können", meinte sie mit Blick auf 150 Besucher. Angesichts des nur schleppenden Vorverkaufs zeigte sie sich aber zufrieden mit der Resonanz. Ähnlich sieht es Willi Wilden: "Ich bin gewohnt, positiv zu denken. Die Leute, die da waren, hatten viel Spaß, und die, die nicht da waren, haben halt Pech gehabt." "Für mich war es vor allem wichtig, ein Zeichen zu setzen", sagt Wilden. "Wenn man etwas gibt, bekommt man auch etwas zurück", ist sich der rührige Musiker und Pferdefreund sicher. "Alle Vögel sind schon da" servierten die "3 Colonias" dem Publikum in klassischer Form zum Mitsingen ebenso wie als kirchlichen Choral oder rockigen Elvis-Song. Kurz vor Mitternacht ließen es "Die Mennekrather" noch einmal krachen: Aktuelle Hits und Pop-sowie Schlagerklassiker sorgten dafür, dass auch zu ganz später Stunde keine Ermüdungserscheinungen aufkamen. Über die Verwendung des Konzerterlöses wird der neue Förderverein für den Ziegelhof entscheiden.

(NGZ)