Bauvorbereitung in Rommerskirchen: Kreisverkehr in Deelen rückt näher

Verkehr in Rommerskirchen : Kreisverkehr auf der K 26 in Deelen wird bald gebaut

Die Gemeinde Rommerskirchen konnte jetzt mit dem Rhein-Kreis Neuss als Träger der Kreisstraße 26 eine Verwaltungsvereinbarung unterzeichnen. Der Bau beginnt in der zweiten Jahreshälfte.

Lange sechs Jahre hat es gedauert, bis aus der konkreten Absicht, die scharfe Linkskurve der Frankenstraße in Deelen, wo es zum Rosenhof geht, zu entschärfen, eine umsetzbare Planung entwickelt wurde. In der Ratssitzung Anfang April informierte Planungsamtsleiter Carsten Friedrich die Mitglieder darüber, dass in Abstimmung mit dem Kreis-Tiefbauamt ein Plan für den Bau eines Kreisverkehrs auf der K 26 erstellt wurde: „Wir können in Kürze Baurecht schaffen“, so Friedrich, der mit dem Aufstellungsbeschluss noch vor der Sommerpause rechnet.

Denn die Gemeinde Rommerskirchen konnte jetzt mit dem Rhein-Kreis Neuss als Träger der Kreisstraße 26 eine Verwaltungsvereinbarung unterzeichnen, die „die Verteilung der Aufgaben sowie die Verteilung der anfallenden Kosten“ regelt, wie es in der Informationsvorlage heißt. Und weiter: „Die Gemeinde hat in der Vergangenheit den Rhein-Kreis Neuss bei der Sicherung der erforderlichen Flächen für den Kreisverkehr unterstützt.“ Zudem sorgt die Gemeinde mit Bebauungsplan und Baurecht für die Grundlage der Bauarbeiten. Auch wenn die Verwaltungsvorarbeit noch einige Wochen dauern wird, zeigt sich Bürgermeister Martin Mertens zuversichtlich, dass noch in diesem Jahr mit dem Bau des Kreisels begonnen werden kann: „In der zweiten Jahreshälfte geht es los.“

Die Kurve gilt als die letzte derart schmale und scharfe im Kreisgebiet. Durch die Tieflage der Straße sind Radfahrer für Autofahrer oft erst im letzten Augenblick sichtbar. Dass es so lange gedauert hat, lag vor allem an der schwierigen Eigentums-Lage der für den Kreisverkehr benötigten Fläche: „Da musste erst ein dreifacher Grundstückstausch mit mehreren Beteiligten erfolgen“, erläutert Mertens. Auch für den gewünschten Radweg hätten sich nun „kurzfristig neue Möglichkeiten ergeben“, antwortete Friedrich auf Nachfrage des FDP-Ratsmitgliedes Gerhard Heyner. Allerdings sei ein Radweg dann ebenso wie der Kreisverkehr auf der Kreisstraße 42 Sache des Rhein-Kreises. „Wir gehen dort gern in Vorleistung für den Kreis“, hatte Bürgermeister Mertens zum Kreisel erklärt und seine Mitarbeiter gelobt: „Wir ziehen gemeinsam an einem Strang, um dort endlich mehr Sicherheit zu erhalten.“

Denn bereits 2012 hatte sich SPD-Politiker Mertens für eine Entschärfung des Gefahrenpunkts K 26 zwischen Deelen und Evinghoven eingesetzt. Immer wieder ereigneten sich dort in der Vergangenheit Unfälle. „Gerade für Radfahrer ist die scharfe 90-Grad-Kurve dort eine Gefahr“, hatte Mertens auf die Kurve hingewiesen, an der ein Abzweig Richtung Rosenhof führt. „Die Ecke gilt als gefährlichste Kurve des ganzen Kreises“, erklärte Mertens. Dazu unterstützte die Gemeinde den Kreis bei Grundstücksverhandlungen, die sich hinzogen. Insgesamt ist die Frankenstraße 1,3 Kilometer lang.

Der Kreisverkehr soll nicht nur Radfahrer vor Unfällen bewahren, sondern alle Verkehrsteilnehmer. In Regie des Kreistiefbauamts soll ein Kreisel entstehen, der den Bereich nachhaltig sicherer macht. Denn dort staut sich das Regenwasser oft tagelang – für Autos, Motorradfahrer und Radler ergibt dies ein beträchtliches Gefahrenpotenzial.

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