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Baumaßnahme des Kreises soll vor Anstel Temposünder ausbremsen

Nach Beschwerde von Anwohnern : Baumaßnahme des Kreises soll vor Anstel Temposünder ausbremsen

Das Tiefbauamt des Rhein-Kreises Neuss will mit einer Fahrbahnaufwölbung vor dem Ortseingang die Lage für die Anwohner entschärfen. Messungen hatten teils massive Geschwindigkeitsüberschreitungen ergeben.

Dass die Kreisstraße 27 von Evinghoven in Richtung Anstel einige Autofahrer offenbar dazu animiert, ordentlich aufs Gaspedal zu drücken, davon können insbesondere die Anwohner des Ortseingangs ein trauriges Liedchen singen. Wegen ihres Ärgers über die teils stark erhöhten Geschwindigkeiten wandten sie sich im November 2020 an den Rommerskirchener Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert. Mittlerweile ist der Prozess so weit fortgeschritten, dass das zuständige Kreistiefbauamt der Gemeinde mitgeteilt hat, dass die gefährliche Lage durch eine Fahrbahnaufwölbung im Bereich der Wasserburgstraße entschärft werden soll.

Diesen Erfolg reklamiert die Rommerskirchener CDU für sich. In einer Pressemitteilung teilt sie mit, dass sie sich eingeschaltet habe, nachdem eine Anfrage des Anstelners Norbert Küttelwesch von der Gemeinde an den Kreis verwiesen worden sei. Dann habe die CDU einen Termin mit den Anwohnern an der betroffenen Stelle gemacht und im Anschluss Kontakt zum Landrat und dem zuständigen Amtsleiter des Kreises aufgenommen. Zur Überprüfung der genauen Lage seien in der Folge vom Kreis zu Beginn des Jahres und im März Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen worden, bei denen teils erhebliche Überschreitungen festgestellt wurden. Der Spitzenwert betrug satte 125 km/h. Die Ergebnisse nahm der Kreis zum Anlass, die Fahrbahnaufwölbung auf den Weg zu bringen.

Wie die Gemeinde mitteilte, haben sich solche Fahrbahnaufwölbungen in der Vergangenheit kreisweit schon als probates Mittel erwiesen, die Geschwindigkeit nachhaltig zu reduzieren. Erst vor wenigen Jahren hatte der Kreis – gleichfalls auf der K 27 – auf diese Weise in die andere Richtung die Einfahrt in Evinghoven entschärft. Laut CDU reagierten die Anwohner mit Erleichterung und Freude auf die angekündigte Entschärfung der Lage an der Ortseinfahrt. „Die Verkehrssicherheit an der Stelle zu verbessern, ist wichtig und stellt auch ein Stück Lebensqualität dar“, erklärt Holger Hambloch, Vorsitzender der CDU Rommerskirchen.

Bürgermeister Martin Mertens (SPD) sieht den Anteil der CDU am bisherigen Ablauf der Geschehnisse zwar nicht als sonderlich groß an, betont aber: „Ich will das politisch gar nicht kommentieren. Wir freuen uns einfach, dass es jetzt eine Lösung für das Problem gibt.“ Übrigens sollen bei der Umsetzung der Fahrbahnaufwölbung die Planungen eines künftigen Supermarkt-Areals berücksichtigt werden.