Rommerskirchen: Bauboom in der Gemeinde setzt sich fort

Rommerskirchen : Bauboom in der Gemeinde setzt sich fort

Die Planung für das Baugebiet Gillbachstraße II sieht Ergänzungen um 13 Parzellen mit Größen zwischen 400 und 600 Quadratmetern vor. Am Steinbrink wird ebenfalls noch weiter gebaut. Nachfrage nach Grundstücken ist ungebrochen.

Die Bautätigkeit in der Gemeinde behält ihr unvermindert hohes Tempo bei. Während im benachbarten Gebiet Steinbrink noch gebaut wird beziehungsweise noch nicht einmal alle Grundstücke verkauft sind, geht es demnächst mit dem Baugebiet Gillbachstraße II weiter.

Dessen Planung soll nun erneut öffentlich ausgelegt werden, wie der Rat Ende April einstimmig beschlossen hat. Bei der "Ergänzung" des schon seit Jahren fertiggestellten Baugebiets Gillbachstraße II geht es um 13 Parzellen, deren Größe zwischen 400 und 600 Quadratmeter beträgt, wie dem Entwurf für den Bebauungsplan zu entnehmen ist. Entstehen sollen hier 13 Wohneinheiten, wobei diese als Einzel- ebenso wie an Doppelhäuser gedacht ist. Je nach konkreter Bauweise schwankt die Zahl neuer Einwohner zwischen 39 und 57. Wann es mit dem Verkauf der Grundstücke losgehen könnte, "steht im Moment noch nicht fest, voraussichtlich Ende des Jahres", informierte Rommerskirchens Rathaussprecher Elmar Gasten.

Beim Verkauf der Grundstücke wird es dann wohl auch mit Sicherheit wieder zum "Campen im Rathaus" kommen, das inzwischen fast schon Kultstatus hat. Um sich nur ja eine Option auf ein Grundstück zu sichern, pflegen Kaufinteressenten seit gut 15 Jahren auch eine Übernachtung im Schlafsack in Kauf zu nehmen, um im Rathaus nur ja nicht leer auszugehen, wenn der Verkauf dort offiziell eröffnet wird. Von derlei "Brauchtum" fasziniert zeigt sich auch Christoph Zufelde vom Maklerbüro Z 10 ImmoReal in Dormagen-Hackenbroich. Der gebürtige Grevenbroicher Zufelde kannte die Gemeinde früher nur als Durchgangsstation nach Köln und staunt über den ungebrochenen Bauboom in der Gemeinde, der seit der Jahrtausendwende anhält. An dem sein Büro und dessen Geschäftspartner gleichfalls beteiligt sind: Bei den meisten Grundstücken hat vergangenen Winter der Häuserbau begonnen und soll im Februar 2019 abgeschlossen sein. In Richtung Bahnlinie sind indes aktuell noch einige Grundstücke frei, auf denen elf Doppelhäuser geplant sind.

Eines der ausgeschachteten Grundstücke hat übrigens im März bei noch winterlichem Wetter als Drehort für eine Folge der ZDF-Serie "Marie Brand" mit Mariele Millowitsch gedient, wie Christoph Zufelde berichtet. Ausgestrahlt werden soll die Folge aus der "Film-Hochburg" Rommerskirchen (siehe Infokasten) ihm zufolge zum Jahresende.

Bei den noch zum Verkauf stehenden Grundstücken des Neubaugebiets Steinbrink geht es um solche, auf denen Doppelhäuser in einer Größe von 120 bis zu 152 Quadratmetern errichtet werden können. "Beide Optionen sind noch möglich", sagt Zufelde, Was sich natürlich für die Käufer im Preis niederschlagen wird: So ist dem Makler zufolge bei der kleineren Variante "eine Drei vorn realistisch, bei der größeren die Vier."

Die in Rede stehenden Grundstücke hatte die Gemeinde im Zuge der öffentlichen Ausschreibung verkauft - für die Käufer eine durchaus kostspieligere Variante als das Optionsverfahren inklusive Camping im örtlichen Rathaus, bei dem in der ersten Runde stets Rommerskirchener zum Zuge kommen.

(NGZ)