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Rommerskirchen: Bankfiliale auf Rädern

Rommerskirchen : Bankfiliale auf Rädern

Vor einem Monat hat die VR-Bank in Oekoven ihre "mobile Geschäftstelle" in Betrieb genommen. Bald soll die bewegliche Bankfiliale auch in Hoeningen gastieren. Die bisherige Kundenresonanz ist der Bank zufolge gut.

In Hoeningen hatte die VR-Bank ihre Filiale schon vor gut acht Jahren geschlossen, dann kam auch noch Oekoven hinzu. Nach heftigen Protesten im Jahr 2003 mochten sich manche Bürger mit der neuerlichen Schließung einer Filiale nicht ohne Weiteres abfinden.

Insbesondere ältere Einwohner haben nicht jederzeit Gelegenheit, die Rommerskirchener VR-Bank-Filiale aufzusuchen. Zudem ist auch noch nicht jeder mit dem Online-Banking vertraut, so die Hauptargumente der besorgten Bürger. Sie wandten sich an Bürgermeister Albert Glöckner, der sich mit der VR-Bank intensiv um eine Lösung bemühte. Die in der unkonventionellen Gestalt einer "fahrbaren Geschäftsstelle" auch gefunden wurde: Theodor Siebers, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank, sieht in ihr "ein klares Bekenntnis zum Service vor Ort". Die VR-Bank wolle dort präsent bleiben, wo ihre Kunden leben und arbeiten. "Mit der fahrbaren Filiale kommen unsere Stärken, wie die örtliche und persönliche Kundennähe, noch mehr zur Geltung", ist der Vorstandsvorsitzende des Kreditinstituts überzeugt.

Vor allem in kleineren Gemeinden, in denen es keine regulären Filialen der VR-Bank (mehr) gibt, sollen die Bürger von dem Service profitieren. Gut einen Monat ist die "Bank auf Rädern" inzwischen im Einsatz. Zeit, einmal nachzufragen, wie sie bei den Kunden angekommen ist. "Wir stellen einen sehr regen Andrang fest", sagt Corinna Tolles, Vorstandssekretärin der VR-Bank. Aktuell befinde sich die mobile Geschäftsstelle "noch in einem Praxistest."

Der sich nicht allein auf Oekoven beschränken soll: "In zwei Wochen werden die Stromanschlüsse fertig sein – dann kommt die Geschäftsstelle auch nach Hoeningen", kündigt Corinna Tolles an. Was der Service die VR-Bank kostet, vermochte sie gegenüber der NGZ nicht zu sagen. Die "Bank auf Rädern" verfügt über einen Kontoauszugsdrucker, einen Geldautomaten und einen Briefkasten für Post und Überweisungen. Alles funktioniert genauso wie in einer normalen Filiale auch.

In Oekoven steht die "Bank auf Rädern" seit Januar an jedem Dienstag. Klappt es in Hoenigen mit dem Strom, dann soll das Gefährt dort mittwochs und donnerstags gastieren. Womit die Zahl der Einsatzorte noch nicht erschöpft ist: Geplant ist, die mobile Geschäftstelle am Kreiskrankenhaus Hackenbroich ebenso wie in Rheidt-Hüchelhoven zum Einsatz kommen zu lassen. Weiterer Bestandteil des von Corinna Tolles genannten Praxistests werden ab dem Frühjahr Volks- und Schützenfeste sein. Dort dürfte dann niemand mehr knapp bei Kasse sein.

(NGZ)