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Rommerskirchen: Bahnstrecke fast zwei Monate gesperrt

Rommerskirchen : Bahnstrecke fast zwei Monate gesperrt

Ab September ist die Strecke zwischen Grevenbroich und Ehrenfeld fast zwei Monate gesperrt. Die Alternativplanung der db regio ist so gut wie fertig. Geplant ist eine umfassende Informationskampagne.

Nicht nur Rommerskirchener Bahnkunden können sich vom 2. September bis 27. Oktober auf etwas gefasst machen. Dann nämlich wird die Bahnstrecke vom Grevenbroicher Erftwerk bis Köln-Ehrenfeld gesperrt sein. Die Bahn nimmt während dieser Zeit umfangreiche Gleis- und Weichenerneuerungen vor. Zudem geht es darum, den kompletten Oberbau der Strecke zu erneuern. Wie Benjamin Ey von der db regio jetzt den Planungs- und Bauausschuss informierte, wird das Teilstück zwischen Ehrenfeld und Pulheim allerdings nur während der letzten drei Wochen der Baumaßnahme, also zwischen dem 7. und 27. Oktober gesperrt sein. Hauptbetroffen sind die Linien RE 8 sowie RB 27

Dennoch kommt das Ganze "einer Operation am offenen Herzen" gleich, wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Mertens befand. Zumindest dürfte einigermaßen sicher sein, dass der 27. Oktober tatsächlich die "deadline" markiert, wie Benjamin Ey gegenüber CDU-Fraktionschef Stephan Kunz deutlich machte: Die db netz habe der db regio jedenfalls versichert, dass es bei diesem Termin bleibe und die Arbeiten nicht darüber hinaus andauerten. Ey räumte ein, dass auch der 27. Oktober auch für die db regio "ein harter Tag" werde, denn die auch mit anderen Unternehmen vereinbarten Alternativen sind bis zu diesem Termin befristet. Der mit vier Metern zu geringe Abstand der Gleise verhindere den Einsatz von modernen Großmaschinen, die die Bauarbeiten verkürzen könnten, erklärte Ey im Ausschuss . Den unvermeidlichen Beschwernissen für die Kundschaft will die db regio Benjamin Ey zufolge mit "einem mannigfaltigen Ersatzkonzept" begegnen, das auch auf den Einsatz zusätzlicher Busse zwischen Grevenbroich und Ehrenfeld setzt.

Die mittlerweile zu großen Teilen ausgearbeitete Planung bringt aus Eys Sicht jedenfalls "für einen Großteil der Leute die geringsten negativen Auswirkungen" mit sich. Ein entsprechender Alternativfahrplan ist so gut wie fertig, wird derzeit aber noch "gegengecheckt". Bahnkunden, die bislang von Eckum 24 Minuten bis zum Kölner Hauptbahnhof brauchten, werden im Herbst die Region erkunden können. Per Bus geht es zum Teil nach Worringen und dann per S-Bahn weiter zum Hauptbahnhof. Berufstätige, die bisher gewohnt waren, um 7.07 Uhr am Hauptbahnhof anzukommen, wenn sie um 6.43 Uhr losgefahren sind, kommen dann erst um 7.40 Uhr an, wie Bürgermeister Albert Glöckner erläuterte. Michael Krause-Schauwinhold (UWG) regte an, "eine vernünftige, lesbare Broschüre an alle Haushalte zu verteilen." Im Briefkasten wird sich die zwar aller Voraussicht nach nicht befinden, doch ist nach den Worten von Benjamin Ey eine groß angelegte Informationskampagne geplant. Eine detaillierte Übersicht über die alternativen Fahrmöglichkeiten wird es Ey zufolge sowohl in gedruckter Form als auch im Internet geben. Laut Rathaussprecher Elmar Gasten dürften etliche Exemplare der in beträchtlicher Auflage geplanten Broschüre auch über die Gemeindeverwaltung erhältlich sein – wenn der neue Fahrplan denn erst einmal erschienen ist. Ey zufolge wird er während und nach den Sommerferien zur Verfügung stehen. Auch für routinierte Bahnkunden ist dann für jede einzelne Fahrt ganz genaues Lesen gefragt, denn ab dem 2. September wird bei der Bahnfahrt nach Köln zwei Monate lang nichts mehr so sein wie vorher.

(NGZ)