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Rommerskirchen: Bahnhofsumbau schneller als erwartet

Rommerskirchen : Bahnhofsumbau schneller als erwartet

Gute Nachricht für alle Zugnutzer: Bis zum Ende der kommenden Woche sind die Parkplätze am Bahnhof fertig. Nach einem zweiwöchigen Urlaub widmet sich die Baufirma Tholen dann dem Bau einer Rampe und neuer Treppen.

Bürgermeister Martin Mertens ist "völlig begeistert über die prompte Ausführung". Knapp drei Monate nach dem Beginn der Umbauarbeiten am Bahnhof und gut zwei Monate nach dem Spatenstich hätte er es "nicht für möglich gehalten, dass wir schon so weit sind", wie Mertens jetzt bei einem Besuch der Baustelle sagte. Die Bauarbeiten liegen zeitlich einige Wochen vor der ursprünglichen Kalkulation. Bis Ende kommender Woche wird die Firma Tholen mit der Erneuerung der Parkplätze fertig sein, sagt Schachtmeister Manfred Schneiders, der für die Geilenkirchener Firma Tholen den Bahnhofsumbau leitet.

Schon bei deren Start unmittelbar nach Ostern hatte Schneiders keinen Zweifel daran gelassen, dass der Umbau des Bahnhofsgeländes deutlich vor dem 31. Dezember 2015 beendet sein werden. Diese "Deadline" nämlich sieht der Förderbescheid des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) vor. Der zahlt zum Umbau einen Zuschuss von 2,3 Millionen Euro, die die Gemeinde bis Ende kommenden Jahres auszugeben hat. Sie selbst muss rund 800 000 Euro zu dem Großprojekt beisteuern. Nachdem der VRR den Zuschuss im Sommer 2013 bewilligt hatte, erhielt die Planung den letzten Feinschliff durch das Kölner Ingenieurbüro Vössing. Ende März vergab der Rat die Bauarbeiten dann an die Firma Tholen. Entstehen werden am Bahnhof letztlich 208 neue Parkplätze, von denen fünf für behinderte Autofahrer bestimmt sind. Hinzu kommen 194 Abstellplätze für Fahrräder.

Noch vor nicht allzu langer Zeit galt die Neugestaltung der Parkplätze als das womöglich größte Problem. Die Horrorvision von völlig zugeparkten Eckumer Nebenstraßen und einem möglichen Verkehrschaos erwies sich freilich als gegenstandslos: Die Firma Tholen ging abschnittweise vor, und für alternative Parkmöglichkeiten ist an der Straße Hermeshoven gesorgt. "Wir haben es so vorhergesagt", erinnert Manfred Schneiders. "Wir hatten viel Personal auf der Baustelle. Täglich waren zwölf bis 13 Leute hier." Hinzu kamen zwei Mobilbagger, zeitweise ein dritter. In diesen Tagen sollen die Markierungen auf dem Parkplatzgelände angebracht werden. Auch Vorkehrungen für Sehbehinderte sollen fertiggestellt werden. Bis Ende nächster Woche "werden wir Asphalt auf dem Vorplatz anbringen, so dass hier zumindest gewendet werden kann", kündigt Manfred Schneiders an. Danach machen er und seine Kollegen 14 Tage Urlaub. Anschließend werden die schon begonnenen Arbeiten an der Rampe im Einmündungsbereich fortgesetzt, wo auch die neuen Treppen entstehen sollen. "Stahlbetonarbeiten dauern nun mal etwas länger", sagt Manfred Schneiders, dem zufolge der Einsatz von Lufthämmern dazu führen wird, dass es dann auch "etwas lauter" werden kann. Treppen und Rampe werden barrierefrei gestaltet. Hinzu kommen zwei neue Bushaltestellen vor dem Bahnhofsgebäude sowie ein Wendehammer.

(S.M.)