Bahnhofsplatz in Rommerskirchen heißt jetzt Albert-Glöckner-Platz

Albert-Glöckner-Platz: Bahnhofsplatz nach Ex-Bürgermeister benannt

Anlässlich des 70.Geburtstags des 15 Jahre lang amtierenden Albert Glöckner wurde jetzt der Platz offiziell nach ihm benannt.

Einen Tag nach seinem 70.Geburtstag erhielt Albert Glöckner auch vom Rat sein Geschenk: Der Bahnhofsvorplatz trägt fortan seinen Namen. Gemeinsam mit seinem Nachfolger Martin Mertens konnte der langjährige Bürgermeister während eines kleinen Festakts das Namensschild enthüllen.

Zum 70. Geburtstag die Namensgebung: Bürgermeister Martin Mertens freut sich mit Albert Glöckner (r.). Foto: Georg Salzburg(salz)

Für die Benennung des Platzes hatte sich der Rat Anfang Juni entschieden. Auch wenn eine derartige Ehrung ungewöhnlich sei, rechfertigten die großen Verdienste Glöckner um die Entwicklung der Gemeinde diese Auszeichnung, lautete seinerzeit der Tenor. Martin Mertens erinnerte in einer Laudatio an die Verdienste Albert Glöckner, der von 1999 bis 2014 Bürgermeister war. Er zeigte sich stolz, Glöckners Nachfolger sein zu können und verwies auf dessen Fähigkeit, „die Leute mitzunehmen“. Innerhalb der SPD ordnete er Glöckner „zwischen Helmut Schmidt und Johannes Rau“ ein, Politiker, die gleichermaßen Anerkennung weit über die eigene Partei hinaus fanden. Glöckner verriet, „großen Respekt“ vor seiner Aufgabe gehabt zu haben, als er 1999 das Bürgermeisteramt antrat. Großen Handlungsbedarf habe er damals im Kindergartenbereich gesehen, sagte er. Zahlreiche Erweiterungen, Neubauten und andere Investitionen trugen damals dem Umstand Rechnung, „dass zu 80 Prozent beide Elternteile berufstätig waren“. Glöckner erinnerte an die beileibe nicht konfliktfreie Entwicklung der einstigen Metallhütte Schumacher zum heutigen Center am Park und das erste Baugebiet in Gill. Wenngleich hier die Voraussetzungen bereits seit 1995 bestanden hätten, haperte es jahrelang am Grunderwerb, der dann kurz nach der Jahrtausendwende gelungen sei. „Erschrocken“ seien er und die mit dem Grundstücksverkauf befassten Mitarbeiter darüber gewesen, welch hohe Preise Grundstückskäufer zu zahlen bereit gewesen seien, die nicht aus Rommerskirchen stammten.

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Die Konsequez gilt bis heute: Bei Grundstücksverkäufen gibt es zunächst einen ausschließlich für Rommerskirchener reservierten Team, ehe darauf auch andere Interessenten zum Zuge kommen. Ende Oktober, Anfang November wird das Prozedere wieder beim Baugebiet Gillbachstraße II angewendet. „Dass wir Land kaufen und als Bauland verkaufen“, sei nur durch die Mitwirkung des damaligen Rats ein gangbarer Weg geworden, erinnerte sich Glöckner, der damit eine bis heute sprudelnde Einnahmequelle für die Gemeinde eröffnet hatte.

Den Bahnhofsvorplatz nach Glöckner zu benennen, war durchaus sinnig: Nach jahrzehntelangen Bemühungen, den einstigen „Western“-Bahnhof umzugestalten, gelang dies angesichts des erst Ende 2010 möglichen Kaufs des Vorplatzes. Begonnen werden konnte die Umgestaltung im April 2014, knapp drei Monate vor dem Ende von Glöckners Amtszeit.

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