Bahndamm in Rommerskirchen: 2 neue Brücken für Fußgänger und Radler

Naherholung in Rommerskirchen : Neue Bahndammbrücken für Fußgänger und Radfahrer

Damit der vor über 100 Jahren aufgeschüttete, aber nicht genutzte Bahndamm erlebbar gemacht werden kann, wurden jetzt zwei Fußgänger- und Radfahrererbrücken im Rahmen des Projekts „Landschaftsgalerie Bahndamm“ fertiggestellt – eine für Eckum und eine weitere für Nettesheim.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts begannen die Planungen für den „Strategischen Bahndamm“ von Rommerskirchen nach Holzheim. Von den insgesamt 13 Kilometern liegen 9,1 Kilometer auf Rommerskirchener Gebiet – seit Anfang 2011 gehört dieser Teil der Gemeinde, allerdings verblieb die Pflege im Aufgabenbereich des Rhein-Kreises Neuss. Der Bahndamm gilt künftig als Naherholungsraum sowie als Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Damit die Brücken bald optimal genutzt werden können, laufen derzeit die Planungen über den Wegebau und die damit verbundene regionale Vernetzung im Rahmen des Förderprogramms „Grüne Infrastruktur“. 

Der Bahndamm war bisher nicht durchgängig befahrbar. Das ändert sich durch die Brücken im Bereich des Hermeshofs in Eckum und an der Ziegelstraße in Nettesheim. Mit der Maßnahme schafft die Gemeinde Rommerskirchen in Zusammenarbeit mit den Städten Neuss und Grevenbroich für Erholungssuchende einen ganz neuen Raum. Bestehende Gehölzstrukturen sollen naturschutzfachlich aufgewertet werden. Die vorhandenen Zugänge werden auf dem gesamten Streckenverlauf bis zur Erft durch flache Rampen ersetzt, um den Zugang zum Bahndamm zu erleichtern.

Außerdem wird das bisher nicht ausgebaute und zugewucherte Teilstück zwischen Hermeshof und dem Bahnhof demnächst für Fußgänger und Radler erschlossen. Damit existiert dann eine direkte Verbindung zum Bahnhof.

„Ich selbst bin ein großer Fan des Bahndamms und habe schon im Kindesalter hier gespielt“, erzählt Bürgermeister Martin Mertens. „Die Aufwertung, die hier in Kooperation mit Neuss und Grevenbroich geschaffen wird, ist nicht nur ein wichtiger Schritt der interkommunalen Zusammenarbeit, sondern auch im Sinne einer multifunktionalen Grünen Infrastruktur.“