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Rommerskirchen: Bahn-Areal zu verkaufen

Rommerskirchen : Bahn-Areal zu verkaufen

Anders als beim Eckumer Bahnhof und dem Strategischen Bahndamm kann die Gemeinde mit den im Oekovener Bahnhofsumfeld gekauften Flächen nicht viel anfangen. Sie sollen daher schnell weiterverkauft werden.

Bestandteil des kürzlich besiegelten Paketverkaufs der Deutschen Bahn an die Gemeinde Rommerskirchen sind neben dem Umfeld des Eckumer Bahnhofs und dem strategischen Bahndamm auch Flächen im Bereich des ehemaligen Oekovener Bahnhofs.

Der ist genau wie der in Eckum zwar anlässlich der damals eröffneten Eisenbahnlinie Pulheim-Grevenbroich 1898 in Betrieb gegangen, wurde jedoch bereits 1975 stillgelegt. Mittlerweile hat das Kreistierheim seinen Sitz im ehemaligen Bahnhofsgebäude. Das Feld- und Werksbahnmuseum hält dort zudem die Erinnerung an die einstige Nutzung wach und macht das Gelände zu einem Anziehungspunkt für Eisenbahnfreunde aus Deutschland und dem benachbarten Ausland. Insgesamt sind die in Oekoven frisch erworbenen Flächen der Bahn der kleinste Posten des kürzlich auch notariell besiegelten Dreierpacks.

Die zusammengenommen etwas mehr als 6628 Quadratmeter großen Stücke sind zumeist Straßen und Wirtschaftswege, auch ein kleines Nadelholzwäldchen gehört dazu. Anders als in Eckum oder durchaus auch beim Bahndamm ist das Interesse der Gemeinde an diesen Flächen allerdings nicht übermäßig groß, wie Bürgermeister Albert Glöckner deutlich macht: 442 Quadratmeter groß ist ein Teilstück der den alten Bahnhof passierenden Kreisstraße 26 im Bereich der Unterführung — und das soll an den Rhein-Kreis Neuss verkauft werden. Gestalterische Absichten verfolgt die Gemeinde im Umfeld des Oekovener Bahnhofsgeländes nicht, daher sollen auch die anderen gerade frisch erworbenen Stücke so bald wie möglich wieder verkauft werden. Dies gilt neben der Zufahrt zum Tierheim insbesondere für das Waldstückchen, wo die Gemeinde bereits einen potenziellen Käufer im Blick hat: Schon bisher war das Wäldchen von der Bahn verpachtet worden, jetzt will es die Gemeinde zügig an den Pächter verkaufen. Gleiches gilt für den Wirtschaftsweg, der zu dieser Parzelle führt. Albert Glöckner beschreibt diesen Teil des "Paketgeschäfts" als "nahezu haushaltsneutral, auskömmlich und im finanziellen Risiko beherrschbar."

"Durchlaufender Posten"

Der Bürgermeister erwartet, "dass die Abverkaufserlöse die Ankaufskosten nahezu kompensieren", so dass das Ganze im Haushalt lediglich ein "durchlaufender Posten" wäre. Über etwaige Unterhaltungskosten für die nolens volens mitgekauften Oekovener Flächen hat sich die Gemeinde angesichts des kurzfristig geplanten Weiterverkaufs erst gar nicht den Kopf zerbrochen.

(NGZ)