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B 477n in Rommerskirchen: Hoffnung auf Baubeginn 2023

Verkehr : B 477n: Hoffnung auf Baubeginn in 2023

Bei einem politischen Frühstück mit der CDU-Landtagsabgeordneten Heike Troles herrschte Konsens darüber, dass eine neuerliche Umweltverträglichkeitsprüfung nicht in vollem Umfang erfolgen sollte.

Beim politischen Frühstück der CDU-Landtagsabgeordneten Heike Troles in der „Vinhoteca“ mit Parteifreunden und interessierten Bürgern galt das Hauptinteresse erwartungsgemäß der geplanten Umgehungsstraße B 477n. Die Frage „Wie können wir es gemeinsam schaffen ?“ stellte Heike Troles angesichts der voran gegangenen Kontroverse mit Bürgermeister Martin Mertens um eine Einladung an NRW-Verkehrsminiter Hendrik Wüst an den Anfang ihrer Ausführungen. Am Ende tauschte sie sogar die Kontaktdaten mit SPD-Chef Johannes Strauch, der ebenso mit von der Partie war wie die UWG-Fraktionsvorsitzende Ulrike Sprenger und Rechtsamtsleiter Gregor Küpper.

Wer angesichts der Konstellation mit einem politischen Schlagabtausch gerechnet hatte, kam indes nicht auf seine Kosten: Stattdessen brachte die Veranstaltung Klarheit in einige bisher offene Punkte. Was die naturschutzrechtlichen Untersuchungen angeht, von denen in Schreiben des Ministeriums bislang die Rede war, handelt es sich um eine Umweltverträglichkeitsprüfung, wie Heike Troles sagte. Zugleich machte sie deutlich, dass diese nicht zwingend in vollem Umfang vorgenommen werden müsse. „Es gibt ganz viele Unterschritte“, betonte die Landtagsabgeordnete aus Grevenbroich.

De facto werde die zeitintensive UVP nicht in vollem Umfang erneuert, zeigte sie sich sicher. Konsens herrschte in der Runde, dass es - wenn überhaupt - am besten nur zu ganz wenigen Überarbeitungen kommen sollte. Nachdem die B 477n keinen Eingang in das Arbeitsprogramm 2018 des Ministeriums gefunden hatte, ließe sich nur so gewährleisten, dass dem verlorenen Jahr 2018 nicht noch eine weitere erhebliche Verzögerung folgte.

Dem bisherigen Zeitplan des Landesbetriebs zufolge war mit einem Baubeginn 2023 zu rechnen. In welchem Umfang die Prüfung vorgenommen wird, bleibt einstweilen offen. „Die Bürger wären nicht so verunsichert, wenn sie wüssten, wo es lang geht“, meinte Gregor Küpper. Heike Troles will in Kürze für die Verteilung eines Flyers in den von der B 477n betroffenen Ortsteilen sorgen. Strittig blieb bei dem Treffen, wann die Planungen für die B 477n tatsächlich eingestellt worden sind: Heike Troles zufolge war dies 2012 der Fall. Ulrike Sprenger, Johannes Strauch und Gregor Küpper verwiesen darauf, dass nach Auskunft des Landesbetriebs Straßenbau noch Ende 2017 die Knotenpunkte für das Aufeinandertreffen der Umgehungsstraße B 59n und 477n geplant worden seien. Dass statt der Regionalniederlassung Ville nun die Niederlassung Niederrhein in Mönchengladbach für die weitere Planung zuständig ist, rührt Heile Troles zufolge daher, dass es hier „freie Kapazitäten gibt.“ Ausdrücklich begrüßte sie im Übrigen die gut weieinhalbtausend Unterschriften, die die Initiative „Pro B 477n“ kürzlich gesammelt hatte. Sie bot sich an, sie „auf dem kleinen Dienstweg“, an Minister Hendrik Wüst zu übergeben.