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Rommerskirchen: B 477n: CDU will andere Linie

Rommerskirchen : B 477n: CDU will andere Linie

Die CDU ist mit dem geplanten Streckenverlauf der Umgehungsstraße unzufrieden. Sie hat nun einen eigenen Plan vorgelegt. Dieser nehme mehr Rücksicht auf die Parzellen und die Bunkerlinie.

Die öffentliche Auslegung der Unterlagen für die geplante Umgehungsstraße B 477n ist beendet — und etliche Bürger haben ihre Einwände und Bedenken geltend gemacht. Auch die CDU zeigt sich angesichts "der jetzt vorgelegten und angeblich günstigsten Linie" überaus kritisch, wie ihr Partei- und Fraktionsvorsitzender Wolfgang Könen deutlich macht: "Die neue Linienführung vom Ende der Bunkerlinie bis zum Knotenpunkt B 59n nimmt auf die Vorstellungen der Gemeinde Rommerskirchen und ihrer politischen Repräsentanten leider keine erkennbare Rücksicht", erklärt der CDU-Politiker.

Lebensqualität erhalten

Wolfgang Könen verweist auf die maßgeblichen Ratbeschlüsse von 2007 und 2009: "Die Bunkerlinie und ein möglichst parzellenscharfer Verlauf sind für den Rat die beiden wesentlichen Eckpunkte der Linienführung", betont Könen. Das war einstimmig erzielter Konsens unter Rommerskirchens Lokalpolitikern. Die Lebensqualität der nächstgelegenen Wohn- und Wirtschaftsbebauung dürfe sich durch Einflüsse "nicht fühlbar verschlechtern", sagt Wolfgang Könen.

Zudem soll nach seinen Worten "eine parzellenscharfe Linienführung angestrebt werden, um zusammenhängende Bewirtschaftungsflächen für die Landwirtschaft zu erhalten", nennt er die zweite Bedingung für den Bau der Umgehung. "Gerne zur Kenntnis" nehme die CDU, "dass der Landesbetrieb Straßenbau mündlich betonte, die vorgelegte Linie werde in der veröffentlichten Form gewiss nicht realisiert", sagt Könen.

B477n ist unverzichtbar

Ein von den Christdemokraten erarbeiteter Kompromissvorschlag trage den beiden genannten Bedingungen weitaus besser Rechnung als die im März zur öffentlichen Auslegung präsentierte Variante, erklärt der Unionspolitiker gegenüber der NGZ.

Während die Kreisbauernschaft kürzlich bezweifelt hatte, dass es überhaupt Bedarf an einer Umgehung gebe, bekräftigt Wolfgang Könen die Haltung der CDU: "Die B 477n ist unverzichtbar. Sie dient nicht nur zum Entzerren des Verkehrs und der Verkehrssicherheit von Anstel über Butzheim bis Eckum und Gill. Sie bietet Rommerskirchen zugleich eine unverhoffte Chance, unser Gewerbegebiet erweitern zu können."

(NGZ)