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Rommerskirchen: Anwältin will WIR führen

Rommerskirchen : Anwältin will WIR führen

Am 1. Dezember will sich die Rechtsanwältin Julia Schmidt um den Vorsitz der Wirtschaftsinitiative Rommerskirchen bewerben. Die stand nach dem Rückzug von Wolfgang Könen und Fred Meurer vor dem Aus.

Aufatmen bei der Wirtschaftsinitiative Rommerskirchen (WIR): Mit der Rechtsanwältin Julia Schmidt hat sich nun doch noch eine Kandidatin für den von Wolfgang Könen zurzeit nur noch kommissarisch wahrgenommenen Vorsitz gefunden.

Montag Mittag hat sich Julia Schmidt dem WIR-Vorstand vorgestellt. Am 1. Dezember haben dann die Mitglieder das letzte Wort. Dass diese sich angesichts der akuten Existenzkrise des Vereins querstellen, kann als ausgeschlossen gelten.

"Die WIR leistet einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Unternehmer in der Gemeinde, und da möchte ich mich engagieren", begründet die Anwältin ihren Entschluss, sich zur Wahl zu stellen. Seit zwei Jahren betreibt sie in Butzheim eine eigene Kanzlei in Bürogemeinschaft mit der Steuerberaterin Anke Möcker.

Julia Schmidt (34) freut sich, dass die stellvertretende WIR-Vorsitzende Anna-Maria Tellenbröker und weitere Führungsmitglieder weiterhin im Vorstand agieren wollen. Bei der Kandidatensuche hat das Wirtschaftsbüro des Rathauses eine federführende Rolle gespielt, wie dessen Chef Elmar Gasten bestätigt.

Beim jüngsten Unternehmerforum im September hat es laut Julia Schmidt erste Kontakte gegeben. Nach einer Reihe von Gesprächen stand dann ihr Entschluss fest, sich für die Nachfolge des amtsmüden Wolfgang Könen zu bewerben. "Wir sind froh, dass eine junge Rechtsanwältin diese Aufgabe engagiert angehen will", kommentiert Elmar Gasten die jüngste Entwicklung.

Ob das Wirtschaftsbüro dem Verein auch weiterhin verstärkt unter die Arme greifen will, wie dies seit der Gründung 2000 bis zur Wahl Wolfgang Könens 2005 der Fall war, lässt Gasten offen: "Mit Juliane Paefgen ist das Wirtschaftsbüro ja ohnehin im Vorstand vertreten." Ansonsten "steht das Hilfsangebot, so wie es immer bestanden hat", betont er. "Rückhalt hat sie speziell auch meinen", zeigt sich Wolfgang Könen erleichtert, dass ein Ende der seit Monaten anhaltenden Krise in Sicht ist.

Auch für die nach dem Rücktritt von Fred Meurer gleichfalls vakante Position eines Geschäftsführers könnte Könen zufolge ein Kandidat gefunden werden. "Wir gehen davon aus, dass wir alle Positionen besetzen", sagt er mit Blick auf das Mitgliedertreffen am 1. Dezember.

Inhaltlich mag sich Julia Schmidt zu ihrer neuen Aufgabe noch nicht äußern. Nur so viel verrät sie: Der Sommer- wie auch der Martinsmarkt sollen in Regie von WIR weitergeführt werden.

(NGZ)