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Rommerskirchen: Ansteler Stars begeistern

Rommerskirchen : Ansteler Stars begeistern

Die Karnevalsabteilung der Katholischen Frauengemeinschaft St. Martinus steht seit fast 50 Jahren für beste Unterhaltung mit eigenen Kräften. In der Ansteler Schützenhalle gab es ein über fünfstündiges Programm.

Seit bald 50 Jahren ist es so sicher wie das Amen in der Kirche: Kein Karneval im Einzugsbereich der Gemeinde St. Martinus ohne die Karnevalsabteilung der katholischen Frauengemeinschaft. Dass der die Ideen für viele weitere Programme und Sketche auch in den kommenden Jahren nicht ausgehen werden, zeigte das Finale ihrer Sitzung in der Schützenhalle.

Sitzungspräsidentin Britta König hatte ein Wiedersehen mit Fernsehlieblingen aus einer heute völlig entschwundenen Ära versprochen, "in der Playstation und Computerspiele noch unbekannt waren". Es folgte eine eindrucksvolle Kostümshow, bei der Kermit und Miss Piggy sich ebenso ein Stelldichein gaben wie Ernie und Bert, die Biene Maja oder der "Rosarote Panther". Erneut spielte bei der Sitzung "Kölns geilste Begleitband" auf, wie die Kollegen von Brings das "Orchester Markus Quodt" schon vor Jahren "geadelt" haben. Weil die viel gefragten Musiker Terminschwierigkeiten hatten, "haben wir das Experiment gewagt, die Sitzung erstmals freitags abzuhalten", sagt Brigitte Beutner, die Vorsitzende der gut 30-köpfigen Karnevalsabteilung.

Einmal abgesehen von der prominenten Begleitband setzen die ihrem 50-Jahr-Jubiläum entgegeneilenden Närrinnen auch weiterhin auf "handgestrickten" Karneval. Dass für den der Nachwuchs nicht mangelt, machen etwa die Tänzerinnen der "Gillbachsternchen" deutlich, die jetzt ihre Premiere feiern konnten. Mit der erst 13-jährigen Ann-Christin Pelzer, die ihren Einstand schon im vergangenen Jahr gefeiert hatte, verfügen die Karnevalistinnen über die wohl jüngste Büttenrednerin im weiten Umkreis. Den Auftakt machten dagegen mit Agathe Neunzig und Marlene Jordans zwei seit Jahren erfahrene Kräfte. Getreu dem Motto "Net schlemm" und "Net nüdich" hatten sie den wie immer in Unmengen angefallenen Dorfklatsch auf karnevalistisch Verwertbares hin gesichtet und schonten auch ihre "Chefin" Brigitte Beutner in ihrer Rolle als Kommunionhelferin an Heiligabend nicht. Marlies Huber war als "Reporterin auf die Pirsch gegangen und hatte dabei gleichermaßen Haarsträubendes zutage gefördert. Sketche von Loriot gehören dank Friederike Winterberg und Sandra Clemens schon seit Jahren zum festen Repertoire - auch die jetzige Sitzung machte davon keine Ausnahme.

Natürlich wurden auch die karnevalistischen "Leibesübungen" besonders groß geschrieben. Nach den "Gillbach-Schnittchen" präsentierten sich die "Spetzebötzjer" zum Ende des fünfstündigen Nonstop-Programms mit einem Gardetanz.

(NGZ/jre)