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Rommerskirchen: Angler ertrinkt in Regenrückhaltebecken

Rommerskirchen : Angler ertrinkt in Regenrückhaltebecken

Taucher der Wasserwacht entdeckten am Sonntagabend nach einer mehrstündigen Suche in einem Rückhaltebecken die Leiche eines 41-jährigen Saisonarbeiters. Die Polizei geht von einem Unglücksfall aus. Die Ermittlungen dauern an.

Das Gelände der Gärtnerei Hilgers an der Deelener Straße war dem Saisonarbeiter bekannt. Geangelt hatte der 41-Jährige am dortigen Regenrückhaltebecken bereits des Öfteren. Wie es dazu kam, dass er am späten Sonntagabend nach einer großen Suchaktion tot in diesem Becken aufgefunden wurde, ist bislang noch ungeklärt. Die Ermittlungen laufen: Die Polizei geht nach einer ersten Bestandsaufnahme vor Ort davon aus, dass es sich um einen Unglücksfall handelte. Anhaltspunkte dafür, dass der Angler einer Straftat zum Opfer gefallen sein könnte, gibt es der Polizei zufolge jedenfalls nicht.

Zwei Taucher der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes suchten das Becken nach dem Mann ab. Foto: Dieter Staniek

Die Suche nach dem Verstorbenen hat mehrere Stunden gedauert. "Wir sind kurz nach 21 Uhr alarmiert worden", sagt der stellvertretende Rommerskirchener Feuerwehrchef Werner Petrozzi, dem zufolge der Einsatz kurz nach Mitternacht beendet war. Etwa 25 Feuerwehrleute hatten zuvor das weitläufige Gelände der gleich am Ortseingang gelegenen Großgärtnerei nach dem Mann abgesucht, der nach dem bisherigen Erkenntnisstand seit Sonntagvormittag, 11 Uhr, an dem Becken angelte. Kollegen und Angehörigen, die seine Gewohnheit kannten, fiel nach einigen Stunden seine überlange Abwesenheit auf: Sie suchten am Rückhaltebecken nach ihm, fanden den Mann dort allerdings nicht. Beunruhigt informierten sie anschließend die Polizei.

Nachdem sich die Suche der alarmierten Feuerwehr als erfolglos erwiesen hatte, galt die Aufmerksamkeit dem Regenrückhaltebecken: Persönliche Gegenstände des vermissten Mannes waren auf der Wasseroberfläche entdeckt worden. Zwei Taucher der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes machten sich daran, das rund 30 mal zehn Meter große und etwa vier Meter tiefe Becken zu durchsuchen. Es war keine leichte Aufgabe für die beiden Spezialisten. Angesichts der schlechten Sicht unter Wasser brauchten sie rund eine halbe Stunde, ehe sie den leblosen Körper des vermissten Saisonarbeiters entdeckten. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Ein anwesender Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Aufschlüsse zum Todeszeitpunkt kann erst die Obduktion ergeben.

"Er gehörte zur Firma und hat sich hier frei bewegt", bestätigt Stephan Hilgers, der Inhaber der Widdeshovener Gärtnerei. Der 41-jährige Saisonarbeiter sei schon seit geraumer Zeit dort tätig gewesen. "In seiner Freizeit hat er öfter hier am Becken geangelt", sagt Hilgers. "Wie er letztlich ins Wasser gekommen ist, kann ich mir nicht erklären", zeigt sich der geschockte Chef des mutmaßlichen Unglücksopfers mit Blick auf die Ursache des Todesfalls ratlos.

(NGZ/ac)