Rommerskirchen: Ampel bei Oekoven ist endlich in Betrieb

Rommerskirchen: Ampel bei Oekoven ist endlich in Betrieb

Linksabbiegen leicht gemacht: Durch die neue Ampel an der Kreuzung von Bundesstraße 59 und Kreisstraße 26 wurde nach jahrelangem Drängen der Kommunalpolitik eine Unfallhäufungsstelle entschärft.

Als ihn die Nachricht erreichte, mochte es Bürgermeister Martin Mertens zunächst fast nicht glauben: Die Ampelanlage an der Kreuzung von Bundesstraße 59 und Kreisstraße 26 in Höhe der Abfahrt nach Oekoven ist in Betrieb genommen worden.

Nach Mitteilung des Landesbetriebs Straßen NRW hatten im Vorfeld die letzten Prüfungen abgeschlossen werden können. "Jetzt hat das monatelange Warten endlich ein Ende. Aufgrund der zahlreichen, zum Teil schweren Unfälle an dieser Kreuzung war mir diese Ampel eine Herzensangelegenheit. Gegen zahlreiche Widerstände hat unser beharrliches Arbeiten endlich zum Erfolg geführt", kommentierte Mertens das erfreuliche Ende eines lang andauernden Tauziehens, das Rechtsamtsleiter Gregor Küpper als "Behörden-Mikado" wertet. Die Gemeinde Rommerskirchen hatte sich über mehrere Jahre hinweg für die Errichtung einer Ampel an der stark unfallträchtigen Stelle eingesetzt.

Bereits Anfang 2015 hatte Martin Mertens die Zusage des Landesbetriebs, wonach die gefährliche Stelle entschärft werden solle. Später hieß es, dass die Ampel im Zuge des Umbaus der Kreuzung Anfang 2017 installiert werden sollte. Dass es nicht am Landesbetrieb gelegen hat, dass die "Ampel-Geschichte" zu einer unendlichen zu werden schien, macht ein bereits vom 10. Februar 2017 datierendes Schreiben von dessen Niederlassung in Mönchengladbach an das Straßenverkehrsamt des Rhein-Kreises deutlich.

Darin ist die Rede davon, dass "der Kreuzungspunkt bereits in der Vergangenheit als Unfallhäufungsstelle ausgewiesen war" und dass es möglich sei, "kurzfristig hier die Lichtsignalanlage auch zu realisieren".

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Dazu kam es allerdings nicht. Während der Landesbetrieb alle technischen Voraussetzungen für die Ampel geschaffen hatte, verzögerte sich nämlich die Genehmigung durch den Rhein-Kreis Neuss als zuständiger Verkehrsbehörde. Anders als Rommerskirchener Kommunalpolitiker wie Ulrike Sprenger (UWG) und Hans-Jürgen Haas (SPD), die schon seit vielen Jahren auf eine Entschärfung der Situation drängten, vermochte der Kreis zunächst jedenfalls hier keine Unfallhäufungsstelle zu erkennen.

"Erst die offizielle Meldung der Kreispolizei, dass es sich um eine Unfallhäufungsstelle handelt, hatte dann dazu geführt, dass auch der Rhein-Kreis Neuss der Errichtung der Ampel zugestimmt hat", sagt Martin Mertens. Im März 2017 schloss sich die Unfallkommission des Kreises auf der Basis eines die Unfälle aus drei Jahren erfassenden Zahlenmaterials dieser Auffassung an.

Ende 2017 war die Ampel dann tatsächlich vorhanden, doch dauerte es immer noch ein paar Monate, bis sie nun auch Rot, Grün und Gelb sehen lässt. Um eine Stellungnahme gebeten, verwies der Kreis gestern auf die Zuständigkeit des Landesbetriebs - was sich indes nur auf die Inbetriebnahme beziehen kann. Nicht realisieren ließ sich übrigens der von der Gemeinde Rommerskirchen anfangs eigentlich bevorzugte Bau eines Kreisverkehrs. Dem Landesbetrieb zufolge hätte sich der hierfür nötige Grundstückskauf im Umfeld als zu aufwendig erwiesen. Die nun in Betrieb gegangene Ampel ist so geschaltet, dass der fließende Verkehr auf der B 59 möglichst wenig gestört wird, insbesondere das Linksabbiegen aus Richtung Oekoven deutlich besser geschützt ist als zuvor.

Keine Änderung wird es wohl bei der Ampel an der K 26 geben. Die steht zwar mitten auf dem Bürgersteig, aber wie der Landesbetrieb schon im Herbst hat wissen lassen, entspricht alles den üblichen Standards, so dass es wohl bis auf Weiteres bei diesem Standort bleibt.

(NGZ)