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Rommerskirchen: Altbekannte Blues-Größen prägen Festival in Sinsteden

Rommerskirchen : Altbekannte Blues-Größen prägen Festival in Sinsteden

Programmgestalter Ulrich Weidenhaupt setzte wegen den entsprechenden Wünschen der Fans auf Musikern aus den Vorjahren.

Auch die elfte Auflage des Internationalen Blues-Rock-Festivals "Goin' to my Hometown" erwies sich für das Kreiskulturzentrum als der jährliche Publikumsmagnet schlechthin. Gut 500 Besucher erlebten bei idealem Wetter hochkarätige Künstler. Das Programm zusammengestellt hatte Ulrich Weidenhaupt, der auf vielfachen Wunsch auf alte Bekannte setzte: Wie zum Beispiel auf Abi Wallenstein, dessen Band "Blues Culture" 2008 Namensgeberin für eine viel beachtete Ausstellung in Sinsteden war.

Der Wahl-Hamburger Wallenstein verfügt über fast 50-jährige Bühnenerfahrung. 2011 erhielt er den German Blues-Award in der Kategorie Solo/Duo. Ein Jahr darauf wiederholte er diesen Erfolg und legte sogar noch einen drauf, indem der für seinen Gitarrenstil berühmte Musiker auch den Publikumspreis in der Kategorie Gesang holte. Dass Abi Wallenstein zu den profiliertesten deutschen Blues-Musikern zählt, stellte er in Sinsteden erneut nachdrücklich unter Beweis. Auch "Lightnin' Guy" Guy Verlinde und seine "Mighty Gators" sind in Sinsteden keine Unbekannten: Im November 2012 hatten die Fans den Auftritt der diesmal leicht veränderten und mit vielen eigenen Stücken aufwartende Band in Sinsteden begeistert gefeiert. Live hatte Weidenhaupt sie zwei Monate vorher bei einem Konzert im niederländischen Delft erlebt. Dass er dabei ein "Knöllchen" von 57 Euro kassierte, hatte er damals schon verschmerzt: "Das war es wert", sagt er.

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Erstmals in Sinsteden dabei waren Coen Wolters und Band. Wolters galt bereits nach seinem Erstlingswerk "Broken Glass" als Ausnahme-Bluesrocker. Durch etliche Auftritte bei Festivals, aber auch im Fernsehen und Radio, hatte sich der Niederländer den Ruf eines versierten Gitarrenakrobaten mit außergewöhnlichen Songwriter-Qualitäten erworben. Danach war es dann allerdings einige Jahre ruhiger um ihn. Coen Wolters hatte musikalisch pausiert und sich im Filmgeschäft umgetan. Umso erfreuter war Blues-Experte Weidenhaupt, der ihn "schon lange auf meiner Liste" hatte, als Anfang des Jahres die neue CD "Illumination" erschien. "Fast jeder Titel ist ein Ohrwurm", sagt Weidenhaupt angesichts des musikalischen Comebacks von Wolters. Unter den Gästen konnte Kathrin Wappenschmidt, Leiterin des Kreiskulturzentrums, auch die Gewinner der NGZ-Leseraktion willkommen heißen. Besonders erfreut zeigte sie sich, dass mit Marianne Gatzweiler eine Nachbarin des Kulturzentrums eine Eintrittskarte gewonnen hatte: Gatzweiler zählt auch ohne Freikarte zum Stammpublikum der Blues-Konzerte in Sinsteden. Die gehen am 17. August mit dem "Blues on Sunday" weiter.

(S.M.)