Rommerskirchen: Ärger über lange Baugenehmigungszeiten

Rommerskirchen: Ärger über lange Baugenehmigungszeiten

Feierliche Freigabe für neues Baugebiet Steinbrink. Gemeinde empfahl, normale Anträge zu stellen.

Ein rotes Band musste herhalten, um den lang ersehnten Startschuss für die Freigabe des Baugebietes am Steinbrink zu markieren. Im Beisein zahlreicher Grundstückskäufer und baldiger Bauherren schnitt Bürgermeister Martin Mertens am Montagnachmittag die symbolische Begrenzung durch und gewährte den Neubürgern Zugang zu ihren Parzellen. Bei kühlen Getränken und Snacks konnten sich die zukünftigen Nachbarn kennenlernen und austauschen. Auch Willi Kremer-Schillings, der das Areal zur Erschließung neuen Wohnraumes an die Gemeinde verkauft hatte, war dabei.

Vertriebsmitarbeiterin Brigitte Schiffer, deren Unternehmen Massivhaus Mittelrhein rund zehn Prozent der Grundstücke im Auftrag ihrer Kunden bebaut, beklagte sich am Rand der Feier über zu lange Bearbeitungszeiten des Kreises. "Viele unserer Kunden sind sauer. Die Anträge liegen zum Teil drei Monate da, bevor sie genehmigt werden", so Schiffer. Angeblich sei der Kreis personell massiv unterbesetzt. Theoretisch könnten die Bauherren noch genehmigungsfrei gestellte Bauanträge einreichen. Dann könnten sie bereits vier Wochen später loslegen - wenn die zuständige Baubehörde keine Einwände hat.

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Daher hat die Gemeinde den Käufern am Steinbrink empfohlen, lieber direkt einen klassischen Antrag zu stellen. Denn Bauten mit dem genehmigungsfrei gestellten Antrag müssen bis Ende des Jahres fertig gestellt sein. Danach gilt das vereinfachte Antragsmodell nicht mehr. Wer dann noch baut, muss einen komplett neuen Antrag stellen. Das könnte dann umso teurer werden, glaubt Mertens.

(NGZ)