Abgaben in Rommerskirchen: Gebühren und Steuern bleiben stabil

Abgaben in Rommerskirchen : Gebühren und Steuern bleiben unverändert

Eine Übersicht über die Abgaben auf Grundstücke und die Gebühren für Friedhöfe, Müll und Abwasser im Jahr 2020.

Was Steuern und Gebühren angeht, hat die Gemeinde für die Bürger 2020 durchweg Erfreuliches im Angebot: Flächendeckend können die Abgaben im neuen Jahr konstant gehalten werden, und das zum Teil schon seit mehreren Jahren. Nachdem der Rat im Februar erstmals einen Doppelhaushalt verabschiedet hat – für 2019 und 2020 – nahm der Rat in seiner November-Sitzung die eher marginalen Änderungen bei der Fortschreibung zur Kenntnis.

Bürgermeister Martin Mertens sieht die für die Bürger günstige Gebühren- und Steuersituation nicht zuletzt auch als „Frucht langjähriger, kontinuierlicher Arbeit.“ Mertens versichert, dass die Gemeinde auch künftig alles tun wolle, die finanziellen Belastungen der Bürger „so gering wie möglich zu halten.“ Die bisherigen Erfahrungen mit dem Doppelhaushalt bewertet der Rathauschef als positiv. Eine abschließende Bilanz soll es jedoch erst Ende 2020 geben, wenn es zugleich um den Etat für 2021 geht.

Grund- und Gewerbesteuern Konstant bleiben die 2016 zuletzt angehobenen Steuern für Grundstücke und Gewerbe. Die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe liegt weiterhin bei 285 von Hundert, während die Grundsteuer B für Haus- und Grundstückseigentümer wie bisher bei 465 von Hundert liegt. Die Gewerbesteuer bleibt bei einem Hebesatz von 450.


Friedhofsgebühren Auch bei den Friedhofsgebühren folgte der Rat der bereits zuvor vom Haupt- und Finanzausschuss ausgesprochenen Empfehlung, sie 2020 konstant zu halten.  Erhöht worden waren die Gebühren hier zuletzt 2018: Zwischen 50 und 300 Euro teurer wurden sie seinerzeit.  Steigende Kosten bei der Friedhofsunterhaltung und die zunehmende Zahl von Urnenbestattungen hatten 2017 für ein Minus in der Bilanz gesorgt.


Müllgebühren Bei den  Müllgebühren sieht es auch 2020 wie folgt aus: Für die graue 60-Liter-Tonne wird  eine Grundgebühr von 81 Euro erhoben. Pro Leerung sind 1,75 Euro zu zahlen. Beim 90-Liter-Gefäß werden die Grundkosten auch im kommenden Jahr bei 115 Euro liegen. Hinzu kommen 2,62 Euro je Entleerung. Die Gebühr für die 120 Liter fassende Tonne beläuft sich weiterhin auf 150 Euro, pro Entleerung fallen Kosten von 3,50 Euro. Bei der 240-Liter-Tonne liegt die Grundgebühr bei 280 Euro, jede Entleerung kostet 6,99 Euro. Das 1100-Liter-Gefäß kostet 1270 Euro. Pro Entleerung müssen 32,04 Euro gezahlt werden. Wie Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert schon im Vorfeld deutlich gemacht hatte, will die Gemeinde Rommerskirchen auch über 2020 hinaus ihren Teil dazu beitragen, dass die Gebühren hier möglichst nicht steigen, und falls doch, einen etwaigen Anstieg  durch eigene Überschüsse dämpfen.


Abwassergebühren Beim Abwasser erfolgt die Abrechnung in Rommerskirchen stets getrennt nach Regen- und Schmutzwasser. Die Grundgebühr fürs Schmutzwasser würde nach Rudolf Reimerts Ausführungen auch 2020 mit 36 Euro konstant bleiben, während die Leistungsgebühr auch kommendes Jahr bei 3,99 Euro pro Kubikmeter liegen würde. Beim Regenwasser bliebe es im Jahr 2020 bei einer Grundgebühr in Höhe von 0,18 Euro pro Quadratmeter befestigter Fläche. Die tatsächliche Leistungsgebühr fürs Niederschlagswasser würde auch im neuen Jahr 2020 bei 1,12 Euro pro Quadratmeter liegen. 

Wie der Erftverband schon im Sommer mitteilte, wird angesichts weitgehend fertig gestellter, kostenträchtiger Großprojekte in den kommenden Jahren nicht mit sprunghaften Gebührensteigerungen zu rechnen sein, was auch der Fünf-Jahresplan des Verbands deutlich macht, der von 2020 bis 2025 reicht.