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Rommerskirchen: 50 Sternsinger ziehen los

Rommerskirchen : 50 Sternsinger ziehen los

Während es in Nettesheim eines Kraftakts bedurfte, genügend Könige fürs Sternsingen zu finden, war deren Rekrutierung in Rommerskirchen kein großes Problem. Dort sind die Sternsinger noch bis Dienstag unterwegs.

Auch wenn es auf den letzten Drücker war — geklappt hat es dann doch noch. "An Neujahr waren es gerade einmal 15 Kinder, jetzt sind es 26: Wir haben uns die Ohren glühend telefoniert", beschreibt Gemeindereferentin Margret Keusken die Suche nach genügend Sternsingern für die Nettesheimer Pfarrgemeinde St. Martinus.

Am morgigen Dreikönigstag werden sieben Gruppen in Butzheim, Nettesheim, Frixheim und Anstel unterwegs sein, um unter dem Motto "Klopft an Türen, pocht auf Rechte" für Kinderhilfsprojekte mit Schwerpunkt in Nicaragua zu sammeln. Erstmals dabei ist die achtjährige Dorothee, die die Sternsinger vergangenes Jahr an der Haustür erlebt hat und unbedingt selbst einmal mitmachen wollte. Morgen ist sie natürlich als einer der drei Heiligen König dabei, ob sie dabei schwarz geschminkt sein wird, weiß sie jedoch noch nicht. Der elf Jahre alte Jonas hat im Sternsingen schon eine gewisse Routine: Morgen wird er bereits zum dritten Mal dabei sein.

"Mit dem Leuten herum zu gehen und sich nebenbei zu unterhalten", macht ihm besonderen Spaß. Der einzige Grund ist es für den Messdiener aber nicht, für den es gleichermaßen wichtig ist, den Leuten "mit dem Vorsingen Freude zu machen". Die unliebsame Erfahrung, dass ihnen Haustüren vor der Nase zugeknallt werden, haben die Sternsinger von St. Martinus laut Margret Keusgen bisher "nur sehr vereinzelt machen müssen, es waren keine krassen Aussetzer dabei".

Ähnlich sieht es Margarita Thies, die für die Sternsingeraktion im Bereich von St. Peter verantwortlich ist. Derart negative Erfahrungen gebe es "nur sehr selten und sie nehmen auch nicht zu", beschreibt die bis 2010 amtierende Leiterin des Kindergartens St. Peter die Situation.

Im Bereich von St. Peter sind die Kinder bereits seit Montag unterwegs, wobei die Sternsinger- Aktion erst kommenden Dienstag mit einem Besuch der Gillbachschule beendet wird. Rund 50 Jungen und Mädchen — zumeist im Grundschulalter — besuchen in Eckum, Gill, Rommerskirchen, Vanikum und Sinsteden die Haushalte. "Es könnten durchaus mehr sein, aber akute Probleme, genügend Kinder zu finden, haben wir nicht", erzählt Margarita Thies.

Ebenso wie für die entlegenen Gehöfte der Pfarrei St. Martinus gibt es auch in Rommerskirchen einen von den Eltern gestellten Fahrdienst. Für gute Laune hatten die Sternsinger übrigens bereits während des Neujahrsgottesdiensts in St. Peter gesorgt: Monsignore Franz Josef Freericks konnte nach seiner Predigt erfreut vermelden, dass einen der kleinen Könige inzwischen der Schlaf übermannt hatte — was beim Marschieren und Singen bei Wind und Wetter in diesen Tagen ganz bestimmt nicht mehr vorkommen wird.

(NGZ/rl)