Rommerskirchen: 3800 Quietscheentchen färben Gillbach gelb

Rommerskirchen: 3800 Quietscheentchen färben Gillbach gelb

Eine gelbe Schar, angefeuert von rund 1000 Besuchern - typisches Bild beim Eckumer Entenrennen, das jetzt seinen 15. Geburtstag feierte.

3800 Enten wurden auf Kommando von Bernd Lender vom Bürgerschützenverein (BSV) Eckum in den Gillbach geschüttet, um die rund 700 Meter lange Strecke bis zum Ziel in Bestzeit zurückzulegen. Starthilfe bekamen die leuchtend gelben Gesellen von der Feuerwehr Rommerskirchen. Die Helfer waren es auch, die die quietschenden Teilnehmer, die am Ufer hängen blieben, befreiten und wieder auf die Rennstrecke schickten. Gespannt verfolgte auch Andrea Queisser mit ihren Kindern Julian (7) und Leonie (4) das Rennen - immerhin hatten die Geschwister gleich vier Enten ins Rennen geschickt. "Wir kommen aus Zons und haben von dem Entenrennen in der Zeitung gelesen. Ich habe es zunächst für einen Aprilscherz gehalten - aber zum Glück ist es keiner gewesen."

Friedhelm Müller ist der "Erfinder" des Entenrennens, das 2004 mit 370 Enten Premiere feierte. In diesem Jahr, bei der 15. Auflage, hat sich diese Zahl gut verzehnfacht. Grund genug für ihn, trotz Krücken vor Ort zu sein und die ersten Enten schon 20 Minuten nach dem Start ins V-förmige Ziel einlaufen zu sehen. "Wir freuen uns sehr, dass das Eckumer Entenrennen weit über die Gemeindegrenzen von Rommerskirchen hinaus seine Anhänger gefunden hat", betonte er mit Blick auf die Auto-Kennzeichen, die verrieten, dass viele auch eine längere Anfahrt auf sich genommen hatten.

Nicht zum ersten Mal schickte der elfjährige Cederic Weber eine Ente ins Rennen, feierte allerdings beim nicht minder beliebten "Fun Race" seine persönliche Premiere. Gemeinsam mit seinem Vater baute er eine motorisierte Turbo-Ente, wie sie in früheren Jahren noch wegen "Doping" aus dem Wasser gefischt wurde und die die rund 300 Meter lange Strecke in schnellen zwei Minuten zurücklegte. "Ich habe einen Gutschein für die Pizzeria Napoli gewonnen, darüber freue ich mich sehr", sagte er.

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Überhaupt wäre das Entenrennen nicht das, was es ist, gäbe es nicht Jahr für Jahr zahlreiche Sponsoren, die die Preise stiften. "In diesem Jahr konnten wir die im Mariannenpark ansässige Firma Spielwaren Siegert als Hauptsponsor gewinnen", sagte Friedhelm Müller. Der Sieger erhielt einen Gutschein im Wert von 500 Euro, während der Zweitplatzierte sich über 300 und der Drittplatzierte über 200 Euro freuen konnte.

Zu den fleißigen Helfern am Ziel zählte auch der Rommerskirchener Bürgermeister Martin Mertens, der gemeinsam mit anderen eine Kette bildete, um die Enten zur Registrierung aus dem Wasser zu fischen. "Das Wetter könnte nicht besser sein. Das Entenrennen ist eines der schönsten Ereignisse, die wir in Rommerskirchen haben und ist seit Jahren Aushängeschild der Gemeinde", sagte er und ließ es sich nicht nehmen, am Nachmittag die Siegerehrung vorzunehmen.

Schon vorher startete das große Kinderfest auf der Wiese am Schützenplatz, wo zahlreiche Ehrenamtler ein buntes Programm für die Kleinen auf die Beine gestellt hatten. Die Großen konnten sich mit Leckerem vom Grill stärken oder sich am Kuchenbuffet bedienen. Ein weiteres Highlight: Für etwa eine Stunde wurden die Rennenten auf die Wiese gekippt. "Die Kinder baden gerne darin oder suchen sich ihre Ente heraus. Das ist immer ein großes Gequietsche", sagte Müller.

(NGZ)
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