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Rommerskirchen: 27 Sternsinger sammeln fast 4000 Euro

Rommerskirchen : 27 Sternsinger sammeln fast 4000 Euro

Diesmal gab es weniger Schwierigkeiten, genügend Sternsinger zu finden. Bis zum heutigen Dreikönigstag sind am Gillbach gut 110 Kinder unterwegs. In der Pfarrgemeinde St. Martinus haben sie bereits am Sonntag die Häuser gesegnet.

Schief gehen konnte nicht mehr viel: In der Sonntagsmesse gab es den Segen für die Sternsinger, und die Metzgerei Telmes hatte vier Kilo Hackfleisch für die Spaghetti Bolognese gespendet, die nach getaner Arbeit auf die 27 Jungen und Mädchen warteten. In Anstel, Frixheim, Nettesheim und Butzheim waren die Sternsinger der Pfarrgemeinde St. Martinus unterwegs und hatten am späten Nachmittag genau 3918,22 Euro gesammelt. "Wir hoffen, durch nachträgliche Spenden die 4000 Euro noch zu schaffen", sagt Pfarrsekretärin Stephanie Dunkel, die gemeinsam mit Gemeindereferentin Margret Keusgen die Sternsinger wieder auf ihren Einsatz vorbereitet hat.

Eine nur für den Einzugsbereich von St. Martinus geltende Besonderheit: Hier wird das Geld am Ende geteilt. Die Hälfte der Spenden kommt der kenianischen Missionsstation Riruta zugute, wo Schwester Damian Maria Boekholt sich um ein Schulprojekt kümmert, für das beim Weihnachtsbasar in Nettesheim bereits 6000 Euro zusammen gekommen waren. "Das ist mit Aachen so abgesprochen", verweist Margret Keusgen auf die einmal mehr erteilte Zustimmung des Kindermissionswerks "Die Sternsinger". Die übrigen 2000 Euro kommen dem aktuellen Sternsinger-Projekt zugute, bei dem es um die Bekämpfung von Unter- und Mangelernährung auf den Philippinen geht. TV-Reporter Willi Weitzel hat darüber einen Film gedreht, den sich die Kinder vor ihrer Tour aufmerksam angesehen haben. "Ich bin einfach froh, wenn ich anderen helfen kann", sagt die neunjährige Tabea, die wie die meisten Sternsinger von St. Martinus die Gemeinschaftsgrundschule in Frixheim besucht. "Veteranen" sind bei den Sternsingern Leo und Christoph (beide 14), die als Betreuer mit den Kindern unterwegs waren. In ihrer Zeit als aktive Sternsinger haben sie auch schon mal erlebt, dass ihnen die Tür vor der Nase zugeknallt wurde: "Es war aber nicht so oft. Die meisten geben auch etwas", sagt Christoph. Der neunjährige Niclas ist auch fast schon ein alter Hase: Bereits zum dritten Mal war er in Nettesheim und Butzheim unterwegs, um die Häuser zu segnen und Spenden zu sammeln. Ganz neu dabei waren Nele (10) und Maja (8), die im Schulunterricht und in der Kirche davon erfahren haben, was es mit den Sternsingern auf sich hat. Gereon Tepper aus Nettesheim war kürzlich noch Karnevalsprinz in Rommerskirchen, jetzt fand er sich zum König befördert, der mit ebensolchem Eifer dabei war wie die anderen Kinder.

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Was Margret Keusgen besonders freute: "Erstmals seit vielen Jahren konnten wir in Anstel wieder zwei Gruppen bilden." Die Zahl der aktiven Sternsinger hat entgegen dem Trend der vergangenen Jahre wieder zugenommen. Diesmal waren deutlich weniger Telefonate nötig, um das Team komplett zu machen als zuletzt üblich. Margret Keusgen und Stephanie Dunkel können sich bei der Sternsinger-Aktion auch auf etliche Erwachsene verlassen. Angela Redemann hat in den vergangenen Jahren den bunten Kostümfundus noch erweitert, und für die Spaghetti war wieder Stephan Lütticke zuständig.

(S.M.)