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Rommerskirchen: 130 neue Arbeitsplätze für die Gemeinde

Rommerskirchen : 130 neue Arbeitsplätze für die Gemeinde

Seit Sommer 2012 hat die Gemeinde mehr als 17 000 Quadratmeter Gewerbeflächen verkauft. Etliche Grundstücksverhandlungen laufen noch. Die Nachfrage ist Wirtschaftsförderer Elmar Gasten zufolge nach wie vor hoch.

In nicht allzu langer Zeit werden in der Gemeinde 130 neue Arbeitsplätze entstehen. Wie Elmar Gasten, Leiter des Wirtschaftsbüros im Rathaus, gestern Abend den Wirtschaftsausschuss informierte, sind während der vergangenen zwölf Monate Kaufverträge für insgesamt acht Grundstücke notariell beglaubigt worden. Die von der Gemeinde verkaufte Gesamtfläche an Gewerbegrundstücken beträgt fast 17 400 Quadratmeter. "Die Palette der Betriebsarten ist breit gestreut", sagte Gasten.

Breit aufgestellt zu sein, stelle gerade auch für wirtschaftlich schlechtere Zeiten einen Vorteil dar. Inzwischen kann die Gemeinde bei Verkäufen von Gewerbegrundstücken auch der Frage ein Augenmerk widmen, wie neue Gewerbe in die entstandene Struktur passen. Neben der Reparatur von Flugzeugkomponenten und der Herstellung von Werkzeugrobotern enthält der angesprochene Branchenmix auch Sparten wie die Wartung hochwertiger Oldtimer oder den Innenausbau einer Schreinerei.

Allein 50 neue Arbeitsplätze sollen bei der Firma Steland entstehen. Das bislang in Köln ansässige Unternehmen ist ein metallverarbeitender Familienbetrieb, der in vierter Generation geführt wird. Neben der Tankstellentechnik zählen der Stahlbau sowie die Blech- und Profilverarbeitung zu seinen Schwerpunkten. Im Gewerbepark III an der B 59 entsteht derzeit auf gut 15000 Quadratmetern der neue Firmensitz. Wirtschaftsförderer Johann J. Schmidt rechnet damit, dass die Arbeiten im Herbst abgeschlossen sein werden. Zusätzliche Arbeitsplätze könnten Elmar Gasten noch hinzukommen, auch wenn sie sich derzeit noch nicht beziffern lassen: "Neben den beglaubigten Notarverträgen laufen noch weitere Grundstücksverhandlungen." Deren Erfolg stehe jedoch erst dann fest, wenn der Notarvertrag unter Dach und Fach ist. "Auf der Strecke entstehen häufig Unwägbarkeiten, die die Verhandlungen zum Scheitern bringen können", so Gasten mit Blick auf seine in 13 Jahren als Chef des Wirtschaftsbüros gesammelten Erfahrungen.

"Über die Jahre hinweg hat sich die Gemeinde bei Gewerbeansiedlungen überaus positiv entwickelt", betonte Elmar Gasten. "Die Zahl der Ansiedlungen steigt kontinuierlich und wird mittelfristig auch die Gewerbesteuereinnahmen erhöhen", lautet seine Prognose. Einen neuen Schub habe es angesichts der durch die B 59n erheblich verbesserten Verkehrsanbindung gegeben. Dies dürfte auch seinen Teil dazu beigetragen haben, dass Rommerskirchen im vergangenen Jahr von der Firma Steland den Zuschlag erhielt - obwohl auch Nachbarstädte sehr an der Ansiedlung des Unternehmens interessiert waren. Die Nachfrage nach Gewerbegrundstücken sei nach wie vor hoch: Rechnung tragen will die Gemeinde ihr durch die vierte Erweiterung des Gewerbeparks, für die der Rat jüngst den Weg geebnet hat.

Zentrales Ziel bei der Vermarktung von Gewerbeflächen ist nach Elmar Gastens Worten nach wie vor die Steigerung der Zahl der "ortsnahen Arbeitsplätze" sowie der Gewerbesteuereinnahmen. Beide sind seit der Jahrtausendwende merklich gestiegen. Allein bei den Arbeitsplätze gab es einen Zuwachs von gut 400 auf jetzt mehr als 1400.

(NGZ)